Die folgenden Synopsen der 11 Folgen von Edgar Reitz' HEIMAT sind an das Buch von Reinhold Rauh: Edgar Reitz - Film als Heimat, München (Heyne Filmbibliothek) 1993, S. 212-231 angelehnt und an zahlreichen Stellen von mir ergänzt und korrigiert worden. Die Bilder stammen aus dem Band Edgar Reitz: Heimat - Eine Chronik in Bildern, München/Luzern (Bucher-Verlag) 1985 und unterliegen dem Copyright der ERFilm. Näheres über die genannten Bücher in der Mediographie.
1. Fernweh (1919-1928)
Der
9. Mai 1919. Ein Mann im Feldmantel kommt rasch ausschreitend über einen
Bergrücken. Paul Simon ist zu Fuß aus der Gefangenschaft von Frankreich zurückgekommen.
Unter ihm liegt Schabbach. Wortlos und ganz selbstverständlich nimmt er dort
wieder seinen Platz ein - in der Simon-Familie, bei Vater Mathias, Mutter
Katharina, neben Bruder Eduard und Schwester Pauline.
Allmählich
scharen sich die Nachbarn um den Kriegsheimkehrer. Glockzieh erzählt: „In
Kerbrich konnte man die letzte drei Johr den Kanonedonner von Frankreisch here.
Und da sen mer auf de Straß gange und hann uns de Kriesch angehert.“
In der Zeit nach seiner Rückkehr entwickelt sich Paul immer mehr zum
Radiobastler und kann endlich mittels eines auf einem Drachen befestigten
Antennenkabels Kontakt mit „Radio Hilversum“ aufnehmen. Das Jahr 1922 kommt.
Alois Wiegands Motorrad wird in der Jauchegrube des Wirts gefunden. Das neue
Kriegerdenkmal wird bei strömenden Regen enthüllt. Und Paul hat sich in
Appolonia verliebt, eine schwarzhaarige Schönheit, die beim Wirt als Bedienung
arbeitet und überall „Zigeunerin“ geschimpft wird. Bald ist für Appolonia
im durch und durch dörflichen Schabbach kein Bleiben mehr. Sie geht nach
Koblenz, wo Paul sie zufällig trifft und von ihr erfährt, dass sie ein
Kind von einem Franzosen bekommen hat, der sie auch heiraten möchte.
In Schabbach passieret nun Großes: Der Doppeldecker eines
amerikanischen Piloten landet auf der Dorfwiese, und Paul darf sogar
mitfliegen. Aber auch im Kleinen gibt es große Veränderungen. Paul wendet sich
immer mehr Maria zu, der Tochter von Alois Wiegand, der geschäftig hinter den
neuesten technischen Errungenschaften her ist. Paul und Maria heiraten. Das Jahr
1923 kommt. Pauline fährt mit Eduard nach Simmern und wird Zeuge, wie einem separatistisch
gesinnten Juden die Fensterscheiben eingeworfen werden. Sie verliebt sich dort
in den Uhrmacher Robert Kröber und heiratet ihn. Maria bekommt ihren ersten Sohn Anton,
1924 folgt Ernst.
1927 schlägt erstmals dem Luftikus und Hobby-Fotografen Eduard die Stunde. Er
bildet sich ein, zusammen mit Glasisch-Karl und Glockzieh im Goldbach nichts
anderes als Gold finden zu können. Es handelt sich aber um Kupferoxyd, und
Eduard holt sich von der Suche im eiskalten Bach noch eine lebenslange
Lungenkrankheit. Noch eine Sensation passiert, als Paul im Wald eine nackte
Frauenleiche findet, ohne dass die gestrenge Polizei den Täter ausfindig
machen könnte.
Das letzte Ereignis des Jahres 1927 stürzt Maria ins Elend. Ihr Ehemann Paul
steht vor dem Simon-Haus, sagt noch, dass er ein Bier trinken wolle, und geht
auf der zum Horizont zulaufenden Straße aus dem Dorf hinaus. Maria wird ihn die
nächsten Jahre lang vergeblich suchen.
2. Die Mitte der Welt (1929-1933)
Maria
ist immer noch auf der Suche nach ihm, als Paul längst mit anderen Emigranten
auf Ellis Island in New York angekommen ist. Zu Hause in Schabbach sorgt
derweilen eine von Paris nach Berlin reitende Französin für Aufregung.
Und Eduard Simon ist in Berlin, wo er bei Professor Sauerbruch seine
Lungenkrankheit auskurieren will. Eines Abends steht er verfroren vor einem großen
Mietshaus. Drei hübsche Mädchen winken ihn herein und bieten ihm an, sich bei
einem Cognac aufzuwärmen. Eduard folgt ihnen und ist recht erstaunt, als sich
eine der Bewohnerinnen, Martina, völlig nackt vor ihm auszieht und ihm
das auch anrät. Später erzählt Eduard Lucie, der „Chefin“ des
Etablissements, dass er in der Landwirtschaftsbranche arbeitet. Lucie: „Det
Land, det Land!“ Aber auch andere Gäste sind in der Wohnung zugegen
und lesen aus der Zeitung begeistert Auszüge aus Hitler-Reden vor. „Wir
werden rücksichtslos gegen alle vorgehen, die anderer Meinung sind als wir!“
ist dabei zu hören. Als sich dann Lucie und Eduard zu einem Schäferstündchen
zurückziehen, tönt es auch schon vom Brandenburger Tor her: „Sieg Heil! Sieg
Heil! Sieg Heil!“.
Auch in Simmern im Hunsrück hört man im Januar 1933 die heiseren Schreie. Im
April, als Eduard zusammen mit Lucie wieder in den Hunsrück zurückkehrt, ist
endgültig eine neue Zeit angebrochen. Eduard stellt jetzt seiner erstaunten
Familie seine Braut aus den "höchsten Kreisen der Reichshauptstadt"
Berlin vor: Lucie, die noch etwas erstaunt darüber ist, wie klein im Hunsrück
die Großgrundbesitzer sind. Aber immerhin bringt sie es fertig, zumindest aus
ihrem Gemahl etwas Größeres zu machen. Alsbald stakst nämlich Eduard mit
seinen breiten, schlenkernden Gesten in SA-Uniform durchs Dorf.
Angesichts dieses Einbruchs der großen weiten Welt in den engen Hunsrück meint
Mutter Katharina im Ehebett zu Matthias nur noch: „Eisch hann dat Gefühl, die
ganze Welt lebt auf Pump. Enes Tages müsse mer des alles zurückzahle.“ Dann
macht sie sich nach Bochum zu ihrem Bruder auf und wird auf der Bahnreise
nochmals mit den Boten der euphorisch begrüßten neuen Zeit bekannt: die riesige
Leuchtreklame der Leverkuser Bayer-Werke. Während in Schabbach „Hitler-Wecken“
verteilt werden und der Wiegand-Sohn Wilfried innerlich seiner Bestimmung als
SS-Mann folgt, wird Katharina in Bochum Zeugin, wie ihr Neffe Fritz, der KPDler,
von der Polizei abgeholt wird. Der ausführende Polizist meint begütigend zur
Ehefrau von Fritz: „Ihr Mann kommt nach Mühlheim ins Konzentrationslager. Da
wird ihm der marxistische Geist ausgetrieben. Und wenn er wieder kommt, dann
erkennen Sie ihn nicht wieder. Dann ist er frisch und klar im Kopf.“ Katharina
versteht die Welt nicht mehr.
3. Weihnacht wie noch nie (1935)
Als
Schabbach allmählich in das „globale Dorf“, in die durch Rundfunk und
Telefon vernetzte Welt eingemeindet wird, ist auch aus Eduard dank Lucie etwas
Großes geworden. Er ist Ortsbürgermeister von Rhaunen. Unter seiner
Amtsherrschaft entdeckt das einäugige Hänschen seine Liebe zum Schießen. Er
ist der Sohn des einzigen Sozialisten im Ort, der Korbmacher im kleinen Häuschen
am Ortsausgang. Eines Tages verfolgt nun Hänschen die neu in den Ort verlegten
Telefon- und Stromleitungen und gelangt schließlich an ein Konzentrationslager.
Er schaut erstaunt und verständnislos auf die Männer hinunter, die in
schwarz-weiß gestreiften, lapprigen Uniformen schwere Lasten schleppen müssen.
Er trifft einen Soldaten, der am Zaun Patrouille schiebt und gleich erkennt,
dass Hänschen mit dem einen ihm verbliebenen Auge der geborene Scharfschütze
sei. Hänschen geht also nach Hause, übt, wie ihm der Soldat geraten hat, und
schießt mit seinem Luftgewehr der Reihe nach die Porzellanisolatoren der
Stromleitungen ab. Als ihn der Dorfpolizist dabei ertappt und Bürgermeister
Eduard vorführt, wird auch der von Hänschens Talent überzeugt. Er spricht
auf seinen Untergebenen mit begütigenden Worten ein („Martin, komm, lach emol!“)
und lässt sich am Ortsrand von Hänschen nochmals dessen Schießkünste vorführen.
Er klopft sich auf die Schenkel, wenn wieder eine Porzellanhalterung sirrend in
tausend Einzelteile zerspringt und ist restlos überzeugt, dass Hänschen auf
dem rechten Weg ist - Scharfschützen hatten 1935 beste Berufsperspektiven.
Die gibt es aber auch für Eduard selbst, weil er eine tatkräftige Frau im
Hintergrund hat. Sie strickt Kontakte zum Gauleiter Simon und lässt, finanziert
durch Kredite einer „Judenbank“, eine Villa erbauen, mit 52 Fenstern, wie die
Villa auf Usedom, die sie einst als Kind während der Sommerfrische besuchte.
Als dort der schneidige hochdeutsch sprechende SS-Offizier Wilfried Wiegand aus
Berlin vorbeischaut ist sie restlos hingerissen. Selbst beim „Stille Nacht,
heilige Nacht!“ in der Christmette im "Hunsrückdom" von
Ravengiersburg bringt sie die Augen nicht mehr von ihm
los. Kurz nach Weihnachten kommt aber in den Amtssitz von Bürgermeister Simon
der ganz große Glanz. Die ganz hohen Minister und Ministerialbeamten aus Berlin
haben sich auf der Durchreise ausgerechnet Lucies und Eduards Villa ausgesucht,
um darin höchst geheime Besprechungen zu führen. Leider reisen sie in Kürze
wieder ab und haben nicht einmal Zeit, die vielen Häppchen zu essen, die Lucie
für sie vorbereitet hat. Lucie ist immer noch völlig hingerissen von der
Erscheinung der gespenstisch im Gegenlicht von unten aufgenommenen Nazi-Bonzen.
Sie resümiert die Ereignisse und malt sich Gelegenheiten aus, die Eduards Können
richtig zur Geltung bringen könnten: „Wir brauchen wat, wat janz übernatürliche
Kräfte erfordert. ... Ich habs. Sei janz still! Ne Katastrophe muss her, ne
Katastrophe ... Datt in diesem Hunsrück aber och nischt passiert!“
4. Reichshöhenstraße (1938)
„Der
Wind hat mir ein Lied erzählt, von einem Glück, unsagbar schön ...“. Maria
und ihre Schwägerin Pauline hören sich im Kino Zarah Leander an. „Wer weiß,
was meinem Herzen sehnt und für wen es schlägt?? Komm, komm ... !“ Zuhause
singen sich Maria und Pauline nochmals die Ohrwürmer aus dem Kino vor. Pauline
gerät ins Schwärmen: „Ehmal im Lebe nach ltalien!“, und erzählt dann von
der neuen Kundschaft, den Arbeitern von der Hunsrückhöhenstraße, die hei ihrem Mann Robert, dem
Uhrenmacher und Schmuckhändler, nur den teuersten Schmuck will.
Totenkopfbroschen mit Rubinen sind jetzt außerordentlich gefragt.
1938 ist alles anders geworden. Auf dem sanften Höhenrücken fressen sich
Stampfgeräte und Bagger tief in das Schiefergestein hinein. Bauarbeiter und
Arbeitsdienstpflichtige aus allen Ecken des deutschen Reiches sind gekommen und
schreien sich ihre Anweisungen und Befehle zu. Unter ihnen ist auch der
Ingenieur Otto Wohlleben. Er ist im Haus der von ihrem Mann im Stich gelassenen
Maria einquartiert worden und gibt dort am Abend für Antonchen und besonders für
Ernstchen, mit dem er Segelfliegermodelle baut,
einen gern gesehenen Spielkameraden ab.
Tagsüber vermisst er die Strecke der künftigen Reichshöhenstraße mit seinem
Assistenten Pierritz. Eines Tages hat er einen Arbeitsunfall und wird von seinen
Arbeitskollegen mit dem geschienten rechten Arm in sein Quartier gebracht. Maria
sorgt sich sehr um Wohlleben und füttert ihn sogar. Otto
Wohlleben und Maria kommen sich sehr nah und gestehen sich beim Tanzabend schließlich
ihre Liebe. Maria hat nach langen Entbehrungen ein Stück Glück gefunden, dem
auch Katharina mit Wohlgefallen zusieht.
Sohn Anton folgt in diesen Zeiten dem Vorbild seines verschwundenen Vaters und
nimmt mit den modernen optischen Geräten erste Fühlung auf. Er hat einen
Filmprojektor geschenkt bekommen. Wie er Wochenschaufilme über das Nürburgrennen
auf ein weißes Leintuch projiziert, scharen sich alle Kinder der Nachbarschaft
um ihn.
Und Lucie bekommt Besuch aus Berlin. Ihre ehemalige Berufskollegin Martina ist
gekommen und lädt auch gleich die frauenhungrigen Arbeitsdienstpflichtigen, die
sie auf dem Weg getroffen hat, zu „sächsischen Quarkkeulchen“ ein, was
Lucie allerdings nicht ganz so gefällt. Sie hält die Männerkolonnen vor ihrer
Villa auf Distanz und mahnt Martina ganz eindringlich, im herrschaftlichen Haus
des Bürgermeisters ihre Berufsgewohnheiten zu vergessen. Sieht man aber von
solchen kleinen Reibereien ab, so liegt Schabbach 1938 im tiefsten Frieden.
Eduard bringt es auf den Punkt: „Genau das ist der Moment, in dem die Zeit
stehebleibe müsst ...“.
5. Auf und davon und zurück (1938-1939)
Im
Kino wird „Heimat“ von Carl Froelich und Kameramann Franz Weihmayr gezeigt.
„Eine Frau wird erst schön durch die Liebe ...“, singt Zarah Leander. Robert
und Pauline, der Uhrmachergeselle Pollack und Martina, Otto Wohlleben und Maria
sitzen mit großen Augen vor der Leinwand. Danach versammeln sich alle in
Roberts Haus in Simmern, das nach dem Auszug des Juden im ersten Stock
viel größer geworden ist. Martina kann es nicht lassen und nimmt sich des
Uhrmachergesellen Pollack an. Pauline und Robert und erst recht Maria und Otto
sind immer noch im siebten Himmel, und werden dann sehr plötzlich und sehr
unsanft daraus verstoßen.
Aus Amerika ist Post gekommen. Marias Mann Paul lässt von sich hören. Völlig
entgeistert versammelt sich die Simon-Familie in der guten Stube um den
fremdartigen Brief aus Amerika. Daraus geht hervor, dass der 1928 vollkommen
spurlos verschwundene Paul jetzt Inhaber der „Simon Electric Company“ in
„Detroit, Postbox, USA“ (Anton) ist und leibhaftig nach Deutschland zurück
kommen will. Maria ist schockiert und weiß nicht so recht, was auf sie zukommen
wird. Kaum sind ein paar Tage vergangen, wird Ingenieur Wohlleben nach Trier
versetzt - mit Nachhilfe von Maria, wie sich später herausstellt.
Dass beiden von ihrem kurzen Glück doch etwas geblieben ist, können sie aber
zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen: Hermännchen, ihr gemeinsamer Sohn.
Während der andere Sohn, Ernstchen, auf der Röhn seine ersten
Segelflugversuche unternimmt, macht sich Maria mit Antonchen ins ferne Hamburg
auf um Paul vom Schiff abzuholen. Maria und Paul sind dort nur ein paar hundert
Meter voneinander entfernt, sie in einem Büro der Hafenbehörde und er auf dem
Ozean-Dampfer. Dennoch können beide nicht zueinander, da Paul Simon keinen
Ariernachweis hat. Bürgermeister Eduard und SS-Mann Wilfried Wiegand werden
eingeschaltet und versuchen im fernen Schabbach den Nachweis für den verdächtig
klingenden Namen Simon herbeizubringen. Viel zu viel Zeit vergeht, die
Schiffssirene ist zu hören und der Ozeandampfer mit Paul Simon an Bord muss
wieder zurück nach Amerika.
Und dann tönt aus den Volksempfängern des Deutschen Reiches, vor denen auch
auf der Röhn Ernstchen und seine Kameraden still stehen, mit heiserer,
pathetischer Stimme gesprochen, folgendes: „Polen hat heute Nacht auf unserem
eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen! Seit 5 Uhr
45 wird jetzt zurückgeschossen, und ab jetzt wird Bombe mit Bombe vergolten!!
... Wer sich von den Regeln einer humanen Kriegsführung entfernt
kann von uns nichts anderes erwarten, als dass wir das gleiche tun!“
6. Heimatfront (1943)
Erst
resümiert Glasisch-Karl noch, als er die Erinnerungsfotos an die vergangenen
Zeiten auf den Tisch zurücklegt: „Mir habbe in Schabbach net jede Tag gemerkt,
dat jetzt Kriesch war.“ Und dann ist eine Wiese bei Schabbach zu
sehen, wo die Reste eines abgeschossenen englischen Bombers verstreut sind.
„Tja, das war eine Nacht heut. Sechzehn Bomber haben unsere Jäger heut Nacht
heruntergeholt, die jetzt verstreut sind bei Kirchberg und Kaiserslautern.“
meint ein Polizist zu Wilfried Wiegand. Bürgermeister Eduard steht daneben und
zitiert sich selbst (vgl. erste Folge): „Die Flieger sind die wahre Helde. Die leide net ...".
Kurz darauf wird Wilfried Wiegand von ein paar Kindern zu einem Ort im Wald
geführt, an dem ein schwer verletzter, vor Schmerzen wie ein Tier wimmernder englischer
Pilot im Gebüsch liegt. Wiegand erschießt ihn kaltblütig. Den anderen erzählt er, dass er ihn auf
der Flucht leider habe erschießen müssen. Als Wilfried, der jetzt das
eigentliche Regiment an der Heimatfront Schabbach übernommen hat, dann bei
Katharina vorbeischaut und auch gleich die ihm viel zu üppige Verpflegung der
französischen Gefangenen unter Strafe stellt, meint diese zu ihm: „Dau bist
ene ganz räudige Hund geworde.“
Auch für Otto Wohlleben sind die Zeiten härter und vor allem lebensgefährlich
geworden. Jetzt ist er nicht mehr für Aufmarschstraßen Richtung Frankreich,
sondern für die aus der Gegenrichtung eingeflogenen Bomben-Blindgänger zuständig,
die er zusammen mit Pierritz entschärfen muss, wobei ihm seine Leidenschaft für
Feinmechanisches zunutze kommt.
Im Haus Simon wird es jetzt allmählich eng. Nicht nur, dass es für Maria ein
neues Mutterglück gegeben hat, mittlerweile ist auch Martha aus Hamburg in
Schabbach eingetroffen. Sie ist die von Anton, Marias Sohn, schwangere Braut.
Wilfried Wiegand leitet über die ganz Europa verbindenden Drähte die Ferntrauung
von Anton und Martha ein. Am anderen Ende ist eine kleine Hütte im eisigen Russland,
wo das gerade zwanzigjährige Milchgesicht Anton sein Ja-Wort gibt. Da er bei
einer Propaganda-Kompanie ist, ist auch gleich die ganze Wochenschau dabei -
womit schließlich in den letzten Winkeln Deutschlands zu erfahren sein wird,
wie es in Russland ist. Aber auch an der Heimatfront hat man sich etwas
Besonderes einfallen lassen. Ernstchen kommt im Sturzkampfbomber nach Schabbach
und wirft im spektakulären Tiefflug rote Nelken für die Braut ab.
Am Schluss gibt es noch eine besinnliche Feier in Lucies und Eduards Villa. Ein
uniformiertes Streichquartett spielt Mozarts „Kleine Nachtmusik“. Wiegand
wendet sich im gedämpften Ton seinem Gegenüber zu und meint ganz vertraulich:
„Die Endlösung wird radikal und gnadenlos durchgeführt. Alle in den
Schornstein. Das darf ich Ihnen gar nicht sagen. Aber unter uns. Wir wissen es
doch alle.“
7. Die Liebe der Soldaten (1944)
Anton,
Assistent einer Propagandakompanie an der Ostfront, sorgt für die Vorführung
alter Ufa-Filme. Zarah Leander singt von der Leinwand des Frontkinos auf die
endlich einmal wieder froh gestimmten, schunkelnden Wehrmachtssoldaten hinunter:
„Davon geht die Welt nicht unter, denn die wird ja noch gebraucht!“ Später
erklärt der Hauptmann der Propaganda-Kompanie den Untergebenen sein Credo:
„Nicht der Spielfilm, sondern die Kriegswochenschau ist die wahre Kunst des 20.
Jahrhunderts. Wir erreichen, dass sich die Gewalt des Kriegsgeschehens mit größerer
Macht in die Seelen der Menschen einprägt als es die Kraft des eigenen Auges
vermag.“ Bald hat Anton noch einen anderen Auftrag. Er bringt die Kamera in
Position, fummelt am defekten Objektiv herum. Vor ihm ist ein MG in Stellung
gebracht worden. Noch weiter vorne hat man fünf Juden, die Hände im Genick
verschränkt, vor ein Erdloch getrieben. Als Anton noch versucht, das Objektiv
in Ordnung zu bringen, zerreißt eine MG-Salve die Stille im verschneiten Wald.
Von den Juden ist nichts mehr zu sehen. Als noch einmal fünf andere vor das
Kameraobjektiv und das MG getrieben werden, klappt es endlich mit der
Filmaufnahme von der Erschießung.
Der Krieg ist jetzt auch in den Hunsrück und nach Schabbach gekommen. Als Otto
Wohlleben nach langer Zeit Maria wiedersieht und dabei erfährt, dass er der
Vater von Hermännchen ist, vibriert die Luft vom Brummen von Hunderten von
Bombern, die auf ihrer westlichen Einflugschneise über dem Hunsrück Richtung
Rhein-Main-Gebiet sind, um dort Tausende von Phosphor- und Sprengbomben
abzuwerfen. Otto Wohlleben und Maria Simon ist eine letzte gemeinsame Nacht gegönnt.
Am nächsten Morgen erreicht auch Otto sein Schicksal. Er versucht an einem
kleinen Bahnhof eine Bombe zu entschärfen. Ein enormer Knall und ein großer
Rauchpilz, und Otto Wohlleben lebt nicht mehr.
Jetzt kommt der Krieg endgültig krachend und donnernd nach Schabbach. Die
Flakstellung am Ortsrand wird in der Nacht bombardiert, und ein Feuerschein legt
sich über ganz Schabbach. Dann marschieren die Amerikaner ein. Lucie zieht sich
das Dienstmädchenkleid an und weiß nicht so recht, wohin mit den Pelzmänteln.
Eduard hat seine Parteiuniform abgelegt und hüllt sich in einen schäbigen
Mantel. Sohn Horstchen zieht etwas durch die Zähne, was man in Schabbach bisher
nicht gekannt hat, einen Kaugummi. Und dann stehen die über das ganze Gesicht
schwarzen Amerikaner vor dem Fenster von Eduards und Lucies Villa.
8. Der Amerikaner (1945-1947)
Berlin
liegt in Schutt und Asche. Martina versucht dort mit komischen Nummern dem tödlich
getroffenen ehemaligen Uhrmacher-Lehrling Pollack über das Sterben
hinwegzuhelfen. In Schabbach ist das alles schon wieder vorbei. Die Amerikaner
sind da. Nur noch der Finger, den Hermännchen in einem verkohlten Jeep findet,
erinnert an die vergangenen Tage. Es kommt der 13.5.1946. Von der sich zum
Horizont verlierenden Zufahrtsstraße nach Schabbach geht ein breitschultriger
Amerikaner mit Cowboy-Hut ins Dorf hinein zum Simon-Haus. Sein großes Auto lässt
er in der Ortsmitte zurück. Niemand ist zu Hause. Er geht in die Schmiede und
schlägt mit dem Hammer auf den Amboss. Mutter Katharina Simon reckt sich auf
dem Friedhof hoch, hört das Hämmern in der Schmiede und läuft nach Hause:
„Du bist der Paul!“ Paul nickt. Nach seiner überraschenden Rückkehr aus
Amerika gibt Paul, mitten in dürftigsten Nachkriegszeiten, einen großen Ball
mit Essen, Trinken und Musik. Ganz Schabbach ist in Festtagsstimmung, nur Maria
nicht, die einst von Paul verlassene Frau. Beide werden sich immer fremd
bleiben.
Lucie hat schon längst ihr Hut-Fähnchen mit dem „Stars and Stripes“ nach
den seit neuestem herrschenden Winden gerichtet. „Seit ick weiß, was die Amis
für welche sind, Eduard. Die sind uns in allem überlejen. Det is nicht bloß
der Reichtum, det die uns besiecht haben. Det die hingehen können, wo sie wollen
und nich an diesem Hunsrück kleben bleiben!“
meint sie zu ihrem abgehalfterten NS-Bürgermeister, der sich jetzt, mehr denn
je gesundheitlich angeschlagen, intensiv auf
sein Hobby, die Fotografie zurückzieht. Robertchen, ihren Sohn, trimmt sie
darauf, dem zurückgekehrten Paul alle Einzelstaaten der USA aufzusagen. Paul
imponiert das sehr, und er hört Lucie dann auch sehr verständnisvoll zu, wie
sie darüber jammert, was sie und ihre Familie in den vergangenen schlimmen
Jahren zu leiden hatten.
Gleich darauf steht Klärchen Sisse, die Soldatenbraut von Ernst, vor der
Simon-Türe und findet ein Bleibe. Ernst selbst hält sich mit seinen
zwielichtigen Geschäften lieber fern von zu Hause. Anton marschiert dagegen
durch Russland, die Türkei, Griechenland und die Alpen fünftausenddreihundertfünfzehn
Kilometer weit nach Haus. Im Mai 1947 hat er seinen weiten Weg nach Schabbach
beendet und kehrt zu seiner Martha zurück. Er hat etwas mitgebracht. Im Kopf
hat er sich auf seinem Marsch Dutzende von Patenten ausgedacht, mit denen er
sich an der Neuverteilung der Welt beteiligen will. Katharina Simon hat somit
fast alle ihre Lieben und noch ein paar mehr in ihrem Haus um sich geschart. Es
fällt ihr nicht mehr schwer, ihrem Mann Mathias ins Grab zu folgen.
9. Hermännchen (1955-1956)
Hermännchen
ist der einzige aus der Familie Simon, dem es möglich war, das Gymnasium
in Simmern zu besuchen. Mit seinen Schulkameraden besucht er seinen Halbbruder Ernst, der an
der Mosel seine hochfliegenden Träume verwirklichen möchte, indem er mit einem großen
Hubschrauber Baumstämme zu Schiffen transportiert.
Während sich sein Projekt als völlig unrentabel erweist hat sein Bruder Anton
das große Los gezogen. Seine Patente haben ihm den Aufbau der „0ptischen
Werke Simon OHG“ ermöglicht. Hermännchen ist auch dort immer gern gesehener
Gast. Nach einem großen, von Anton veranstalteten Betriebsfest bekommt nun das
fünfzehnjährige Hermännnchen ganz neue Gefühle. Bislang ist er zwar schon
von Schnüsschen am Rheinufer sitzend in die Geheimnisse des Zungenkusses
eingeweiht worden. Jetzt bekommt er im Bett zwischen Klärchen und Lotti liegend
aber noch ganz anderes zu spüren - was zur Folge hat, dass er am nächsten Tag
viel zu spät aufwacht und den Zug zur 35 km entfernten Schule verpasst. War
diese Bett-Episode für Lotti, die Chef-Sekretärin von Anton Simon, nur ein
kleines Abenteuer, so ist das für Hermännchen und das fast doppelt so alte Klärchen
anders. Tagsüber brütet Hermännchen auf dem Sportplatz noch über
existenzphilosophischen Fragen und trotzt im Gespräch seiner Mutter Maria den
Wunsch ab, Kunst-, statt Ingenieurstudent zu werden. „Kunst muss weh tun!“
ist seine Devise. Aber nachts schwört Hermännchen bei Vollmond Klärchen seine
unsterbliche Liebe. „Mit heiligem Willen / auf ein riesiges Blatt etwas schreiben
/ auf den feuchten Stellen / eine Welt aus Gängen treiben / die Fackel zerfällt,
der Wille wird matt / deine atmende Haut: ein Land, das wartet.“ dichtet er Klärchen
ins offene Herz. Hermännchens erste Liebe hat Folgen. Klärchen erwartet ein
Kind und sieht keinen anderen Ausweg als eine Abtreibung.
Zwischendurch ist noch Anton zusehen, wie er sich der Pestizide und Fungizide
der deutschen chemischen Industrie erwehrt, die Alois und Wilfried Wiegand,
jetzt CDU-Mitglieder und Versuchsgut für die BASF, auf seine optischen Werke niederlassen. Anton: „Die verpeste mir die die
ganze Hunsrücker Luft!“.
Schließlich stellt sich für Hermännchen heraus, dass das „verlogene, spießige
Pack“, gemeint ist vor allem Arbeitgeber Anton, dafür gesorgt hat, dass sein
Klärchen nach Koblenz abgereist ist. Zwar war das ein Fehlschluss, denn Klärchen
hatte aus eigenem Willen Schabbach verlassen, aber dann kommt der zum Familienpatriarchen
aufgestiegene Anton doch noch hinter Hermännchens Geheimnis, indem er Klärchens
Post an ihn liest. Silvester schlägt Hermännchens Rachestunde gegen die Spießer.
Er klaut Antons Mercedes und fährt damit zu Klärchen nach Koblenz. Zum
Abschied überlässt Klärchen Hermännchen einen Brief von Anton, in dem ihr
gerichtliche Schritte angedroht werden. Sie werden sich nie wieder sehen. An der
Kirchenorgel der Schabbacher Dorfkirche gibt er in dissonanten Tönen seiner
tiefen Verzweiflung Ausdruck.
10. Die stolzen Jahre (1967)
Pauline
bringt der mittlerweile 67jährigen Maria eine Zigarettenkiste ihres im Krieg
gefallenen Mannes Robert. Anno 1938 hat er Tausende jetzt wertlos gewordene Mark
angespart. Beide überlegen, ob sie nicht Paul in Amerika besuchen und eine große
Reise nach Florida machen sollen, fügen sich aber schließlich darin, endgültig
in Schabbach zu bleiben. Maria: „Ach neh, et geht doch nich, die Kuh!“.
Die große Welt kommt aber auch so in Gestalt zweier ausgebuffter Manager eines
multinationalen Konzerns nach Schabbach, die sich bei ihrer Irrfahrt durch die
abgelegene Gegend noch über die Hirsche am Straßenrand wundern müssen und
dann von Anton Simon mit einheimischen Wurstspezialitäten verköstigt werden.
Sie haben den Auftrag, die „Optische Werke Simon OHG“ für 60 Millionen Mark
aufzukaufen. Harte Konkurrenzkämpfe sind angekündigt, wenn Anton Simon nicht
einwilligt.
Während Anton noch um eine Entscheidung ringt macht sich sein Bruder Ernst
daran, den Hunsrückern neumodische Türen und Fenster mit Aluminiumrahmen
aufzuschwatzen - und ihnen dafür die alten abzunehmen, die er etwa an Düsseldorfer
Kneipen als teure Inneneinrichtung weiterverkauft. Seine Devise für die
Antiquitäten mit „dem Geruch von 1865“ ist: „Der Geruchsinn ist der
primitivste Sinn des Menschen, der am meiste mit dem Unbewusste verbunne iss.
Sehe, here, fühle, dat kommt erst viel später. Un dat Denke kannste sowieso
vergesse.“
Endlich ist auch Anton Simon zu einem Resultat gekommen, das nicht unbedingt mit
logischen Schlüssen zu tun hat. Sein Vater Paul ist gerade im nahen
Baden-Baden. Anton sucht den erfolgreichen Amerikaner auf, um einen Rat für
seinen Zwiespalt zu bekommen und wird dabei mit der neuen Leidenschaft des
inzwischen weltberühmt gewordenen Hermännchens bekannt: elektronische,
verfremdete Musik. Paul rät Anton, es wie er selbst zu machen und zu verkaufen.
Aber Anton verlässt sich auf seine Instinkte und bleibt weiter der Schabbacher
Firmen-Patriarch. Der jubelnden Belegschaft verkündet er auf der Wiese, dass er
nicht verkaufen werde und den Betrieb in eigener Regie weiterführt: „Solang
es uns gibt, hie in Schabbach, gibt es e Maßstab uf de Welt. Und wenn die uns
inkaufe, dann schaffe die den Maßstab ab.“
Es ist Sommer 1969. Hermann hat gerade mit Bravour sein erstes Rundfunkkonzert
absolviert. Onkel Paul hat ihm dafür alle technische Hilfe aus Amerika zukommen
lassen. In Schabbach hört das ganze Dorf im Radio mit und wendet sich dann
kopfschüttelnd ab. Nur Glasisch-Karl gefällt die Musik, sie erinnert ihn an
Nachtigallen-Gesang. Schließlich kommt Hermann im Citroen in Schabbach an. Im
Schlepptau hat er zwei Hippie-Mädchen, die er seiner Mutter als seine beiden
Freundinnen vorstellt. Maria versteht die Welt nicht mehr.
11. Das Fest der Lebenden und der Toten (1982)
Maria
ist tot. Selbst die fernen Verwandten aus Brasilien, die sich zufällig in
Deutschland aufhalten, sind gekommen. Hermann hat dagegen beinahe die Beerdigung
seiner Mutter verpasst, hätte nicht ein Wolkenbruch dem Zug der Trauergemeinde
Einhalt geboten, worauf sie den Sarg mitten auf der Straße abstellen mussten.
Hermann kann mitten im Regenschauer seinen Citroen nur wenige Meter vor dem auf
der Dorfstraße verlassenen Sarg der Mutter stoppen.
Maria kann doch noch beerdigt werden. Amerikanische Jagdbomber jaulen über den
Hunsrück hinweg, die Angestellten von Ernst versuchen noch während der
Trauerfeier, das Mobiliar des alten Simon-Hauses zu plündern. Anton Simon
schreitet energisch ein, vernagelt die Türen und wird dann doch noch mit Ernst
konfrontiert, den er in die Schranken weist. Geht der ihm neidische Ernst eher
im Zickzack durchs Leben, so hat Anton immer den geraden, nach vorne weisenden
Weg gesucht. Später erinnert sich Anton an die alte Wochenschauregel, dass
deutsche Soldaten im Film immer von links nach rechts zu stürmen hatten um
Angriff zu simulieren. Die Zeiten sind aber auch für Anton hart geworden, und möglicherweise
muss er in Zukunft von rechts nach links gehen. Immerhin kann er seinen Bruder
Ernst noch davon abhalten, das Simon-Haus endgültig für seine Antiquitäten-Kundschaft
auszurauben.
Dort wehen die Gardinen vom Fenster, als ob ein Geist durch den Raum gehen würde.
Anton, Ernst und Hermann stoßen auf Gegenstände, die Erinnerungen an die
Mutter in ihnen wachrufen. Später ist die verstorbene Maria zu sehen, wie sie
auf der Bühne des Schabbacher Festsaals mit der Bettwäsche vor dem Bauch
steht, genau wie damals auf der Treppe des Simon-Hauses, als sie Otto wiedersah.
Lucie mit ihrem faltigen Gesicht taucht auf und schwärmt von alten Zeiten. Unübersehbar
herrscht Geisterstunde. Auf der anderen Seite des Lebens tummeln sich im
Stimmengewirr
Korbmachers Hänschen, die Reiterin aus Frankreich, Katharina, Wilfried,
Glockzieh, Mäthes-Pat, Marie-Goth, Pauline, Robert, Eduard, Pierritz und auch
Otto Wohlleben. Die Verstorbenen treten in für sie typischen Kleidungen und
Szenen auf. Wiegand schwadroniert noch einmal sein „Ami, go home!“, und der
Dorfschullehrer dirigiert den Chor, wie einst bei der Einweihung des Denkmals.
Nur der Schmied Matthias ist nicht zu sehen. „Aber Maria, weisste dann dat nich
mehr, unser Opa war doch blind!“. Glasisch-Karl wird im Laufe dieser
Geisterstunde auch noch durch ein hell erleuchtetes Tor zu ihnen kommen.
Anton, Ernst und Hermann gehören zu den Lebenden außerhalb des grell
erleuchteten Festsaals und vergnügen sich mit Provinznutten im Lärm der
Kirmes. Martha, Antons Frau, schaut dem Treiben noch sehr befremdet zu und eilt
dann ihrem Mann, der mit einem Hörsturz zusammenbricht, zur Hilfe.
Schließlich führt Komponist Hermann in einer großen Schieferbergwerkhöhle
sein neues Werk auf. Der Chorgesang mit dem Titel „Geheischnis“ setzt dem
Hunsrücker Platt ein Denkmal.
