HEIMAT-FRAGMENTE - DIE FRAUEN

Deutschlandpremiere im Staatstheater Mainz am 28.10.2006,
Hunsrückpremiere im Pro-Winzkino Simmern am 29.10.2006

Zuschauerreaktionen

Auch ihre Eindrücke sind herzlich willkommen! Senden Sie sie per E-Mail an mich.

 

Es ist jetzt eine Woche her seit der Premiere von « Heimat  Fragmente  -  die Frauen » in Mainz, an der ich Dank Ihnen, Herr Hönemann, teilnehmen durfte.

Gefragt nach meinem Eindruck kann ich nur sagen: für mich gelungen. Zwar denke ich, dass der Film nur für Insider verständlich ist oder nur ein solcher mit den Bildern etwas verbindet. Ich empfand den Film sehr eindrucksvoll und er nahm mich erneut gefangen, wie auch die Heimaten selbst. So sehr gerne hätte ich noch mehr Unveröffentlichtes gesehen. Sehr gefallen hat mir auch, dass die unveröffentlichten Bilder überwiegend aus den Filmen von Heimat 2 stammen. Das mag wohl damit zusammenhängen, dass in Heimat 2 viel Material wegfallen musste, spricht aber m. E. auch dafür, dass für Edgar Reitz Heimat 2 der wichtigste Filmepos und die dort gezeigte Zeit für ihn persönlich auch eine sehr wichtige war. Und für Lulu ist sie die unmittelbare Vergangenheit.

Das alles in philosophische Gedanken von Lulu einzubinden empfinde ich als sehr typisch für E. Reitz – für mich etwas zu oft und sehr im Vordergrund; der Szenenwechsel zwischen gestern und heute, Geschichte und Gegenwart ist mir oft zu schnell.

Gänzlich irritiert und unverständlich bleibt mir Lulu´s Suchen und Finden des „Fuchsbaus“ , dem Haus, in dem sie gezeugt wurde. In Heimat 2 wurde der Fuchsbau abgerissen, ein Neubau entstand. Habe ich da etwas nicht verstanden? Auch mit symbolisch-philosophischen Hintergedanken ist mir dieser Filmabschnitt zu unrealistisch.

Es ist mir nicht gelungen, den Film mit den Augen der Comer Schüler zu sehen und jede Szene als den Anfang einer neuen Geschichte zu empfinden. Jede unveröffentlichte Szene passt in die jeweiligen Heimaten und auch ohne Lulu  ist der Film für mich ein Abschluss aber noch lange kein Abschied von Heimat, die immer wieder aktuell sein wird.

Dr. Änne Thiel, Wiesbaden am 5. November 2006

Wir sind ganz beschwingt (nicht vom Alkoholischen) nach Hause gefahren. Wir haben uns so gut gefühlt weil wir an dem Abend gutes getrunken und gegessen hatten, neue interessante Leute kennengelernt haben und  - vor allem - wieder einen Film von Edgar Reitz genossen haben, der wie ein Gedicht ist: so schön ,so melancholisch, so ernsthaft, so liebevoll so... Ich will den Film noch oft sehen um alle "so's" zu finden."

Elisabeth Vondran, 2.11.2006

Lieber Thomas,
danke! ...
... möchte ich dir sagen.
Nach einem intensiven Wochenende in Mainz mit seinem durch dich ermöglichten filmischen Höhepunkt hat mich der Alltag wieder eingeholt - doch nicht ganz. Das Gesehene und Erlebte schwingt nach, lässt mich ein ums andere mal innehalten und nachlauschen.
Auf der gestrigen Heimfahrt mit dem Zug durch das Nahetal flog die sonnendurchflutete Herbstlandschaft in einem Bilderrausch an mir vorüber. Augen-Blicke tauchten auf, schärften sich, fingen mich, hielten mich und ... wurden fort gerissen. Und wie in der äußeren Welt das sprudelnde, murmelnde, rauschende, gemächlich dahinströmende Flüsschen zogen die Bilder des Samstagsabends vor meinem inneren Auge an mir vorüber ... noch einmal durch mich hindurch.
Lulu auf ihrer Innenschau durch die Heimat und die Zeit begleiten zu dürfen, war ein besonderes Erlebnis und hat mir die Trilogie noch einmal ein Stück näher gebracht.

sonnige Grüße aus dem kleinen Land am Rande der Republik
Markus Austgen, 30.10.2006

 

© Thomas Hönemann

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E-Mail an Thomas Hönemann

Erstveröffentlichung: 02.11.2006 Letzte Aktualisierung: 06.11.2006