Am vergangenen Dienstag, 23.6.2026, wurde im Münchner Cuvilliés-Theater der 25. Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Dabei wurde Edgar Reitz mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet (heimat123.de berichtete bereits im Vorfeld, hier finden sie auch Auszüge aus der Jurybegrüdung).
Der FilmFörderFonds Bayern hebt in einer Pressemitteilung hervor: „Edgar Reitz, Autor, Regisseur und Produzent wegweisender Filmwerke und Filmtheoretiker, der auch das Denken über Film stets weiterentwickelt und als Professor an renommierten Kunsthochschulen und Kunstakademien weitergibt. Seit mehr als 70 Jahren lebt der herausragende Filmemacher in München, wo er in den Fünfzigerjahren an der LMU München Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik studierte und erste Kurzfilme drehte. Der FFF Bayern förderte Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende, Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht und Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes.1
Die Laudatio auf Edgar Reitz hielten Henry Arnold und Antonia Bill.
In seiner Dankesrede sagte Edgar Reitz: „Es gibt eine Kraft im Film, auf die ich immer noch hoffe, das ist die Kraft der Erzählung. Indem wir unsere Geschichten erzählen, bauen wir Brücken, werden wir sichtbar und verständlich. Und gut erzählte Geschichten erlauben einen Weg in die tiefsten Abgründe der Seele. Und deshalb ist für mich immer noch die Erzählkunst von allen die wichtigste, weil sie die Bilder in die Herzen trägt. Bilder sind eine neue Sprache. Wir sind die glücklichen Erben einer menschlichen Entwicklung, die den Film und das Kino erfunden hat, und uns damit in die Lage versetzt hat, ein Sprache der Bilder zu entwickeln, zu einer so hohen wundervollen Menschlichkeit. (…)
Es gibt derzeit eine Entwicklung die mir Sorgen macht, nämlich dass auch Bilder lügen können. Es gibt für mich eine Hoffnung: Kunst und Lüge passen nicht zusammen. Sie passen nicht in einen Satz, Kunst kann nicht Lüge sein, und Lüge kann nicht Kunst sein. Darauf bestehe ich, trotz dieser millarden Bilder, die durch die Welt eilen, und alle falsch sind.“2
Antonia Bill, Darstellerin des Jettchen in Die andere Heimat und inzwischen sehr erfolgreich in der Branche, hat von der Verleihung ein kleines Video gepostet, das Sie in der Facebook-Gruppe heimat123*de verlinkt finden.
Die Aufzeichnung der von Benita Sarah Bailey moderierten 25. Friedenspreis-Verleihung 2026 ist am 27. Juni 2026, um 23.45 Uhr bei 3sat und am 30. Juni 2026 um 23.45 Uhr im BR Fernsehen zu sehen. Im Anschluss ist sie in der ARD Mediathek verfügbar.
Bildergalerie (alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds vertreten durch New Star Media, © Oliver Bodmer) – clicken Sie zum Vergrößern darauf.













Fußnoten