Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend

Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend folgt Hermännchen, der nach dem Abitur seine Mutter, das Dorf und den Hunsrück verlässt, zum Studium nach München. Betrachtet wird der Zeitraum 1960 bis 1970. Auch in diesem Film gelingt es Edgar Reitz, persönliche Geschichte und Weltgeschichte zu verflechten. Die Schwabinger Krawalle, Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit, der Mord an John F. Kennedy, die Mondlandung und der in Deutschland aufkommende Linksterrorismus werden so sowohl zeitgeschichtlich als auch in Verbindung mit dem ganz persönlichen Erleben der Protagonisten des Filmes betrachtet.

Jeder der 13 Filme focussiert eine andere Person aus Hermanns Freundes- und Lebenskreis. Somit gelingt es Edgar Reitz, trotz des den Rahmend sprengenden Umfangs des Filmes, immer wieder Perspektiven zu wechseln und somit die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf andere persönliche Schicksale und Entwicklungen und gleichzeitig Aspekte der Zeitgeschichte zu lenken.

Edgar Reitz nennt Die zweite Heimat seinen besten Film. Nach dem großen Erfolg mit HEIMAT konnte er nicht nur finanziell aus dem Vollen schöpfen, auch künstlerisch genoss er bei den Produzenten größte Freiheiten. So entstand nach intensiver Vorbereitung ein Werk, das nicht nur hinsichtlich seiner Länge (25 Stunden und 15 Minuten) alle Grenzen sprengt. Während Die zweite Heimat vom deutschen Publikum eher verhalten aufgenommen wurde, waren die Kritiker in aller Welt erneut begeistert.

Das vollständige Drehbuch der Zweiten Heimat können Sie auf der Homepage von Edgar Reitz einsehen. Zudem ist es auch als über 1000 Seiten umfassendes Buch erschienen: Edgar Reitz: Die Zweite Heimat. Chronik einer Jugend in 13 Büchern, München (Goldmann) 1993, ISBN 3442304660