Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

Reisetipps

… auf den Spuren von HEIMAT, HEIMAT 3 und Die andere Heimat

Nicht, dass der Hunsrück ohne HEIMAT keine Reise wert wäre, im Gegenteil: jeder, der Natur und Landschaft zu schätzen weiß und in ruhiger und beschaulicher Umgebung weit ab vom Rummel der Ballungszentren unserer modernen Welt Kraft tanken will, ist dort bestens aufgehoben. Auf den Spuren der Familie Simon zu wandeln kann eine Reise in den Hunsrück aber zudem zum kulturellen Ereignis werden lassen. Während die durch die Ausstrahlung von HEIMAT 1984 erzeugte Reisewelle die Bewohner des Hunsrück recht überraschend traf, so sind sie nun auf die Anreise an den Filmen interessierter Menschen gut vorbereitet.

Wer gerne wandert, wird im Hunsrück auf seine Kosten kommen! Neben einigen Fernwanderwegen (wie z. B. dem Saar-Hunsrück-Steig oder dem Hunsrückhöhenweg) laden ein Vielzahl sogenannter Traumschleifen zu Tagestouren ein. Eine davon ist die Traumschleife HEIMAT, ein 11 km langer Rundweg über Gehlweiler, Gemünden und den Kamm des Soonwalds, vorbei an der Ruine Koppenstein. Bei der Wahl “Deutschlands schönste Wanderwege” der Zeitschrift WanderMagazin belegte die Traumschleife HEIMAT 2020 den zweiten Platz.

Die Traumschleife HEIMAT führt auch durch Gehlweiler, wo großformatige Informationstafeln vom Zustand des Dorfes bei den Dreharbeiten zu Die andere Heimat zeugen. Nach vorheriger Anmeldung kann auch das “Haus an der Brick”, in dem die Innenaufnahmen gedreht wurden, besichtigt werden. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an die Schabbacher Kultur- und Heimatfreunde bzw. an Helma Hammen, die Ihnen gerne auch Führungen durch den Ort und die Region anbietet und dabei so manche Geschichte zu den Dreharbeiten erzählen kann.

Einen schönen Fotobericht von der Traumschleife HEIMAT finden Sie hier.

Neben Gehlweiler ist außerdem der nur wenige Kilometer entfernte kleine Ort Woppenroth einen Besuch wert. Hier finden Sie den Dorfplatz aus HEIMAT mit der markanten kleinen Kirche (vgl. Drehorte HEIMAT). Wanderfreunden sei hier der Weg zum Galgenhügel empfohlen, ein absolut ruhiger Platz, von dem aus man einen wunderschönen Rundblick hat, folgen Sie einfach der Bergstraße hinaus aus dem Ort.

Wer sich für Requisiten aus den Filmen und mehr interessiert, für den gibt es drei Anlaufstellen:

Das Café HEIMAT, eröffnet im Oktober 2013 im Elternhaus von Edgar Reitz an der Biergasse im Morbach. Hier werden Sie nicht nur mit leckeren Speisen und Getränken versorgt, im Obergeschoss des Hauses finden Sie auch eine schöne Sammlung von Gegenständen aus den Filmen, Setfotos, Drehbüchern etc. Außerdem können Sie alte Reportagen ansehen und in Büchern stöbern. Im Januar 2019 wurde das Kino HEIMAT eröffnet, exakt an der Stelle, wo Edgar Reitz als Jugendlicher den Nachbarskindern Filme auf einem Kleinprojektor, der übrigens auch im Café HEIMAT ausgestellt ist, vorführte. Hier können Sie Ihren Kaffee bei interessanten Kurzfilmen genießen – “Kino à la carte”!

Außerdem pflegt das Hunsrück-Museum in Simmern im Simmerner Schloss eine Sammlung mit dem Titel “Hunsrück im Film”, deren Schwerpunkt die Filme von Edgar Reitz bilden. Hier können Sie u. a. die handgemalten Kinoplakate von Willi Laschet bewundern.

Des Weiteren finden sich im Günderrodehaus oberhalb von Oberwesel eine Reihe von Requisiten, vor allem aus HEIMAT 3. Dieser Ort lädt aber vor allem wegen seiner großartigen Aussicht und guten Verpflegung zum Verweilen ein.

Die Stadt Simmern plant derzeit die Einrichtung eines Edgar Reitz-Museums, über den Stand der Dinge können Sie sich stets unter Aktuelles informieren.