Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

“Würde ein Lebewesen von einem fernen Planeten uns die Frage stellen, welche Filme man sehen müsste, um Auskunft zu bekommen über Deutschland im 20. Jahrhundert, so würde der Heimat-Zyklus von Edgar Reitz wohl zu den wichtigsten Empfehlungen gehören.”

H. G. Pflaum: “Bocksgesang um die Loreley”, in: Süddeutsche Zeitung, 21.09.2004

Den Kern der HEIMAT-Trilogie bilden die Filme HEIMAT – Eine deutsche Chronik (1984), der den Zeitraum 1919 bis 1982 umspannt, Die Zweite Heimat – Chronik einer Jugend (1992 – über die Jahre 1960 bis 1970) und HEIMAT 3 – Chronik einer Zeitenwende (2004, betrachtet den Zeitraum 1989 bis 2000). Aus den Outtakes dieser drei Filme ist 2006 HEIMAT-Fragmente – Die Frauen entstanden. Als Vorstudie zu HEIMAT entstand 1982 der Dokumentarfilm Geschichten aus den Hunsrückdörfern. 2014 erschien schließlich Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht, der zeitlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts ansetzt. Klicken Sie auf eines der Plakate, um mehr zum jeweiligen Film zu erfahren.


“Ein Kinoereignis, das alle Grenzen sprengt“

Süddeutsche Zeitung, 03.07.1984

“HEIMAT übersetzt die große deutsche Geschichte in eine Dimension, in der sie der Größe entkleidet wird, nämlich die der kleinen Leute, die ihr Leben in Würde auch ohne Größe führen. Reitz lenkt seinen Film durch den Wärmestrom der Geschichte: ein seltener Glücksfall!”

Karsten Witte: “Von der Größe der kleinen Leute”, in: Die Zeit Nr. 38, 14.09.1984, S. 49

“Die wichtigen Filmthemen, das sind nicht die Themen die man sucht, es sind auch nicht die Themen die man sich aus den Fingern saugt, es ist das Leben, das man selbst lebt.”

Edgar Reitz in einem Interview des BR nach der Welturaufführung von HEIMAT beim Filmfest München, 30.06.1984

“Immer mehr Filme werden im Internet mit Fakten angereichert. Ist dies für Sie von Interesse?
E. R.: Das ist ganz wunderbar. Ein Informationswissen rund um das Produkt ist immer gut. Je mehr Leute über einen Film und dessen Hintergründe erfahren, umso besser. Dann können sie in das Verständnis der Dinge tiefer einsteigen. Das finde ich sehr positiv.”

Edgar Reitz in einem Interview von Stefanie Ernst, veröffentlicht in: Deutscher Kulturrat (Hrsg.): Der WDR als Kulturakteur. Anspruch, Erwartung, Wirklichkeit, Berlin 2009, S. 411, online unter www.kulturrat.de