Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

Dokumentationen

Frühere Dokumentationen aus der Zeit der Entstehung der Filme der HEIMAT-Trilogie sind im Rahmen der Gesamtedition auf DVD erschienen:

Ein Denkmal für den Hunsrück
In ihrer 1982 für den SWR gedrehten Dokumentation (42’43 min) begleitet Christa Tornow Edgar Reitz und sein Team bei den Dreharbeiten von HEIMAT. Der Regisseur kommt ebenso zu Wort wie Laiendarsteller und Einheimische.

Bis zum Augenblick der Wahrheit
In dieser Dokumentation (1987, 64’20 min) porträtiert Robert Busch (Freund von Edgar Reitz, Co-Regisseur bei HEIMAT und Die zweite Heimat, Produzent von HEIMAT 3) die Geburt der ZWEITEN HEIMAT von den ersten Entwürfen in einem Blockhaus am Ammersee bis zur ersten Klappe. Dabei begegnen wir vielen bekannten Gesichtern, neben Edgar Reitz und seinen Darstellern z. B. Joachim von Mengershausen, oder Gernot Roll und Franz Bauer, mit denen es auf Motivsuche geht. Der Film bietet intensive Einblicke in den Alltag der Vorarbeiten der Entstehung eines Films, von der Arbeit am Drehbuch, den Abläufen im Produktionsbüro bis hin zur Einrichtung eines Drehorts.

Einer für Schabbach
In Einer für Schabbach (2004, 29’00 min) begleitet Lothar Spree die Entstehung von HEIMAT 3 von den Vorbereitungen im Forsthaus bei Riesweiler bis zur Deutschlandpremiere im Prinzregententheater München. Thema des Films ist auch die Auseinandersetzung des Filmemachers Edgar Reitz mit den veränderten Bedingungen, seien es die Sehgewohnheiten der Fernsehzuschauer oder die damit zusammenhängende Finanzierungspolitik der Fernsehanstalten. In geradezu intimer Weise erfolgt auch eine Reflexion über die Zeit und das Altern.


Der Film verlässt das Kino

Im Zusammenhang mit der digitalen Restauration der Geschichten vom Kübelkind hat der Filmwissenschaftler Robert Fischer 2018 eine weitere Dokumentation über Edgar Reitz veröffentlicht. Er berichtet über eine Zeit, als die Protagonisten des Jungen Deutschen Films die ökonomische Macht der Vertreter des „alten Films“ mit voller Wucht zu spüren bekamen, für ihre Werke keinen Verleih fanden. Der Ausweg von Edgar Reitz und Ula Stöckl hieß damals: „Der Film verlässt das Kino“ – so lautet auch der Titel der Dokumentation, Untertitel: „das Kübelkind-Experiment und andere Utopien“.
Daraus ist ein interessanter und fesselnder, filmhistorisch äußerst aufschlussreicher Einblick in eine Phase des Schaffens von Edgar Reitz entstanden, die bislang wenig bekannt war. Der Film, der auf der Berlinale im Februar 2018 uraufgeführt wurde, zeigt einen anderen Edgar Reitz, einen rebellischen, anarchischen jungen Mann, wie er in seinem sonstigen Werk nur in seltenen Momenten so offensichtlich zum Vorschein kommt.
Die Dokumentation ist im Rahmen der arthaus-Edition der Geschichten vom Kübelkind auf DVD erschienen.


800 mal einsam

Anna Hepp schuf 2020 ein sehr persönliches Porträt von Edgar Reitz.

“800 MAL EINSAM ist ein warmherziges und dennoch formal radikales Filmportrait in Schwarzweiß und Farbe über Edgar Reitz in der Begegnung mit einer jungen Filmemacherin. Im Austausch der Generationen trifft der erfahrene Filmemacher auf eine aufmerksame Nachwuchsregisseurin. Neben der Person Edgar Reitz stehen der kommunikative Akt, die hier ausgewählte Ästhetik und der filmische Prozess als solcher im Zentrum des Portraits.”

»Wir forderten damals Freiheiten für den Film – Unabhängigkeit von den Klischees und Vorstellungen der Branche. Diese Freiheiten würden auch dem heutigen Film sehr gut tun.« Edgar Reitz.”

“Eine Liebeserklärung ans Kino, die Filmkunst und an Edgar Reitz.” (Anna Hepp)

annahepp.com

Die deutsche Kinopremiere von 800 mal einsam fand am 1. März 2020 im Filmstudio Glückauf in Essen statt. Einen ausführlichen Bericht darüber finden Sie hier. Der Film ist bisher nicht öffentlich auf DVD erschienen, aber in verschiedenen Streaming-Portalen zu sehen.


Making of HEIMAT

entstand 2012 während der Dreharbeiten zu Die andere Heimat in Gehlweiler. Jörg Adolph und Anja Pohl haben die Entstehung des Filmes in allen Phasen mit der Kamera beobachtet. Dabei ist, gemäß dem Wunsch von Edgar Reitz, “kein gewöhnliches making of” entstanden.

“FILMGESCHICHTE/N – Zwischen 50 Jahre Oberhausener Manifest und seinem 80ten Geburtstag dreht Edgar Reitz einen neuen Kinofilm. Mit „Die andere Heimat“ versucht er sowohl an seine weltberühmte „Heimat“-Trilogie, als auch an sein vergessenes Kinofrühwerk anzuschließen. Dafür werden im Hunsrück vielfältige Castings in Kostüm und Maske – fast wie in einer Familienaufstellung – durchgespielt und ein ganzes Dorf ins Jahr 1840 zurück versetzt. Ein „echter Hunsrücker Jung“ bekommt die Hauptrolle, obwohl er eigentlich Medizin studiert und am Schluss der Dreharbeiten muss Edgar Reitz auch noch selbst vor die Kamera, weil Werner Herzog ihn dazu überredet.

Unser Dokumentarfilm beobachtet alle Phasen der Entstehung dieser anspruchsvollen Arbeit und blickt aus der Perspektive von Edgar Reitz auf die seltsame Welt der Filmherstellung. Das ist in diesem Fall ein fast vierstündiges Spätwerk des „Jungen Deutschen Films“ in digitalem Cinemascope und Schwarz-Weiß. Dabei haben wir uns strikt an eine Maxime von Edgar Reitz gehalten: “Dreht bitte kein herkömmliches Making-of. Dreht einen Film, der zeigt wie ein Film entsteht!“”

ifproductions.de

Auf der Seite von if productions finden Sie weitere ausführliche Informationen zum Film, der auch auf DVD erhältlich ist.