Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

Bibliographie

Teil 1: Bücher

Magazine, Broschüren, Periodika und Pressehefte finden Sie hier.

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ggf. Kommentar/Rezension
Abbildung und Bezugsquelle*
Beat Presser: Aufbruch ins Jetzt. Der Neue Deutsche Film im Gespräch
Leipzig (Zweitausendeins) 1.3.2021, ca. 320 Seiten, ISBN 978-3963181023

In 56 Interviews forscht Presser der Zeit des Aufbruchs nach und blickt auf den gegenwärtigen Zustand des Films.

An einem Februartag im Jahr 1962 erklärten 26 Filmeschaffende während der Westdeutschen Kurzfilmtage ihre Absicht, „Papas Kino“ in den Ruhestand zu versetzen. Das „Oberhausener Manifest“ markiert das Aufbegehren einer Generation, die, ermutigt durch die französische Nouvelle Vague und das englische Free Cinema, den deutschen Spielfilm revolutionieren sollte. Im Bildband „Vor der Klappe ist Chaos“ hatte Beat Presser die maßgeblichen Protagonisten des Neuen Deutschen Films noch einmal versammelt, der Gesprächsband „Aufbruch ins Jetzt“ vertieft die Auseinandersetzung mit diesem Abschnitt deutscher Filmgeschichte. In 56 Interviews forscht Presser der Zeit des Aufbruchs nach und blickt mit Mario Adorf, Alexander Kluge, Wim Wenders, Volker Schlöndorff u.v.m. auf den gegenwärtigen Zustand des Films. Der Gesprächsband, zur gleichnamigen Ausstellung 2019 vorgelegt, erscheint bei uns in Neuauflage. Mit einem Vorwort von Hans Helmut Prinzler. (Verlagsinfo)

“Peter Berling berichtet, wie Fassbinder ihm ‘den blöden Titel’ Mutti verpasst, Helma Sanders-Brahms, wie Pasolini ihr prophezeit, sie werde Filme machen, wieso Mario Adorf doch nicht bei Fitzcarraldo mitgespielt hat oder wie für Wim Wenders der amerikanische Traum zu Trauma wurde. Dieses Buch – erzählt von 55 Filmschaffenden – ist mehr als nur eine Sammlung von Anekdoten, es ist deutsche Zeit- und Filmgeschichte.” (Covertext)

Buchhandel
12 €
Beat Presser: Vor der Klappe ist Chaos: Eine Hommage an den Neuen Deutschen Film
Leipzig (Zweitausendeins), 10.02.2020, Großformat 22,8 x 30 cm, 224 Abb., 288 Seiten, Fester Einband, ISBN 978-3963180545

Wie kommt ein Schweizer zum Neuen Deutschen Film? Auf Umwegen, wie Beat Presser zu berichten weiß. Sein Handwerk erlernte er als Modefotograf, später zog es ihn hinter die Filmkamera und er absolvierte eine Ausbildung als Kameraassistent. Durch einen glücklichen Zufall erhielt er Anfang der 80er eine Anstellung am Set von Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ – der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem legendären Schauspieler Klaus Kinski. „Es gibt ein paar Aufnahmen von Klaus Kinski, die rasch den Status von Ikonen erreicht haben, und in der Regel stammen sie vom Basler Photografen und Filmschaffenden Beat Presser“ (NZZ).
Presser zog es immer wieder in die Welt hinaus, seine Eindrücke hielt er fotografisch fest. Das Ergebnis sind zahlreiche Publikationen und Ausstellungen. Seit 1988 arbeitet der Basler eng mit der Grafik-Designerin Vera Pechel zusammen, mit der auch der vorliegende Bildband entstand. Es ist eine Hommage an den Neuen Deutschen Film und seine Protagonisten. An eine Generation deutscher Filmemacher, die sich für eine radikale Veränderung in der Filmproduktion stark machten. Beat Presser traf sie in den vergangenen neun Jahren noch einmal und hielt sie mit seiner Kamera fest.
Mit Porträts von Edgar Reitz, Werner Herzog, Hanna Schygulla, Margarethe von Trotta, Alexander Kluge, Bruno Ganz u.v.a. (Verlagstext)

Buchhandel
49,90 €
Barbara Rossi: Edgar Reitz. Uno sguardo fatto di tempo
Milano (Bietti), 27.11.2019, ISBN 978-8882484255, 350 S.

Seit dem Fall der Berliner Mauer sind 30 Jahre vergangen, und es hätte keinen besseren Anlass geben können, der Öffentlichkeit von Lesern und Cinephilen ein Buch über Edgar Reitz anzubieten, einen der repräsentativsten Regisseure des zeitgenössischen deutschen Kinos. Als Unterzeichner des “Oberhausen Manifests”, das der Geburt des neuen deutschen Kinos Platz machte, war Reitz 1962 zusammen mit Fassbinder, Herzog und Wenders einer der größten Vertreter, um nur die bekanntesten zu nennen. Weltweit bekannt für den Heimatzyklus, erzählte er die Erinnerungen an das Europa des 20. Jahrhunderts und gab sie an die jüngeren Generationen weiter. Neben dem von Deutschland durchgeführten Umzugsprozess in Richtung Holocaust und den künstlerischen Fermentationen von ’68 (Heimat 2) konnte Reitz in “Heimat 3” die Hoffnungen und Wünsche der Erneuerung wiederherstellen verbunden mit dem Fall der Berliner Mauer. Forschung und Experimente sind in der Gesamtheit von Reitz’ Werken vorhanden, deren Schlüsselthemen Erinnerung, Zeit, der Blick des Kinos und das Weibliche sind. Die Monographie, die 2019 anlässlich des dreißigsten Jahrestages des Mauerfalls erscheint, ist die vollständigste und aktuellste über den Regisseur, der mit einem langen Interview dazu beiträgt, und ist mit detaillierten Übersichtskarten und einer ausführlichen Bibliographie angereichert. (Übersetzung des Verlagstextes)

int. Buchhandel
20,90 €
EDGAR REITZ. DIE GROSSE WERKSCHAU. EIN HANDBUCH
Marburg (Schüren), Oktober 2018, 440 Seiten, Format 15 x 22,5 cm, ISBN 978-3-7410-0323-3

Im Schueren-Verlag ist gerade das Buch Edgar Reitz – Die große Werkschau. Ein Handbuch erschienen und ab sofort über den Buchhandel erhältlich. Edgar Reitz schreibt dazu: “Der SCHÜREN-Verlag präsentiert das Buch kommende Woche auf der Frankfurter Buchmesse. Auf 440 Seiten enthält das Buch Einführungen und Informationen über alle meine Filme. Es ist aus der Nürnberger Werkschau hervorgegangen und enthält deswegen auch viele Texte aus den Nürnberger Veranstaltungen, Publikumsreaktionen und Gesprächen. (…) Als bleibende Erinnerung an diese erfolgreichen Wochen.” (Edgar Reitz in einer Mail an Th. H.)

Das Buch “enthält einen kompletten Überblick über das filmische Werk von Edgar Reitz, mit Produktionsangaben und bebilderten Kurzbeschreibungen, ergänzt durch Einführungen, die die Zeitumstände des Werks, aber auch das Gültige, das den Jahren standgehalten hat, hervorheben. Auf diese Weise ist eine Filmgeschichte der ganz besonderen Art entstanden: Das konkrete Werk wird im rückblickenden Dialog mit Publikum und Akteuren ein Dokument des Wandels des künstlerischen Schaffens und Verstehens.” (Quelle: Schueren-Verlag)

Buchhandel
38 €
Hinderk M. Emrich, Edgar Reitz, David B. Brückel: Der magische Raum: Gespräche zur Philosophie des Raums im Kino
Marburg (Schüren), erschienen am 1.7.2016, 160 Seiten, Format 13,7 x 20,8 cm, ISBN 978-3-89472-998-1.

Gemeinsam mit dem Psychiater, Psychoanalytiker und Philosophen Hinderk M. Enrich und Regisseur David Benjamin Brückel hat Edgar Reitz das Buch “Der magische Raum – Gespräche zur Philosophie des Raums im Kino” geschrieben.
“Im Mittelpunkt des Buches stehen Reflexionen über den filmischen Raum, den wir im Kino erleben. Was zeichnet diesen Raum aus? Wir empfinden das filmische Geschehen in der Regel als wahr und logisch, obwohl es doch in einem gänzlich künstlichen Raum stattfindet, der durch Kameraführung, Montage und Schauspieler gestaltet wird.
Das Kino ereignet sich in unterschiedlichen Räumen:
dem physischen,
dem erzählerischen,
dem individuellen Wahrnehmungsraum
und schließlich nach Ende der Vorstellung in einem kollektiven Bewertungsraum.
Hinderk Emrich und Edgar Reitz loten das filmische Erleben auf kluge und anschauliche Weise aus.”
(Quelle: Schüren-Verlag)

Hinderk M. Emrich ist im September 2018 nach langer Krankheit verstorben (Nachruf in der HAZ).

Buchhandel
19.90 €
Edgar Reitz: HEIMAT Eine deutsche Chronik. Die Kinofassung. Das Jahrhundert-Epos in Texten und Bildern
Marburg (Schüren), erschienen am 6.10.2015, 544 Seiten, Format 16 x 23 cm, ISBN 978-3894729998

Information des Verlags: “Als die 11-teilige Serie HEIMAT – EINE DEUTSCHE CHRONIK 1984 erstmals in Fernsehen gezeigt wurde, galt sie sofort als unerhörtes Fernsehereignis und gehört heute zu den Meilensteinen deutscher Filmgeschichte. Das Epos begeistert und berührt immer neue Generationen und hat dem Hunsrück zur Identitätsbildung und der kulturellen Selbst-Vergewisserung verholfen. Da die alten Filmrollen zu zerfallen drohten, wurde das komplette Werk aufwendig digital restauriert und für das Kino neu geschnitten. Es kann jetzt wieder in vorher kaum wahrgenommener visueller Qualität gezeigt werden. Dieses Buch begleitet die restaurierte Wiederaufführung. Es enthält den nacherzählten Filmtext der neuen Fassung sowie viele weitere Informationen zum Werk.”

Kurzbesprechung
Hintergrund:
Das Buch schließt eine erhebliche Lücke im Rahmen der Veröffentlichungen zur HEIMAT-Trilogie: Bereits kurz nach Erscheinen des Films war 1985 ein Drehbuch (Reitz/Steinbach: Heimat. Eine deutsche Chronik, siehe unten) erschienen, das allerdings die ursprüngliche, gemeinsam von Edgar Reitz und Peter Steinbach verfasste Version des Films enthielt. Vom tatsächlichen Film unterschied sich dieses Buch aber zum Teil sehr stark, unter anderem durch die bei der Entstehung des Films zugunsten einer chronologischen Abfolge wieder verworfene Rahmenhandlung, oder den schon im damaligen Arbeitsschritt und nun im Director’s Cut ein weiteres mal vollzogenen Bedeutungsverlust der Lautzenhausener “Damen”. Behalf man sich zwischenzeitlich mit handgefertigten und weiter (
u. a. auch vom Autoren dieser Zeilen) überarbeiteten Filmprotokollen, so liegt nun im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des neuen digital restaurierten “Director’s Cut” des Werkes ein von Edgar Reitz persönlich gestaltetes Drehbuch dieser neuen Kinofassung in 7 Teilen vor.
Das Buch:
Bereits wenn man das Buch in der Hand hält und durchblättert ist nicht nur die hochwertige Aufmachung und Verarbeitung greifbar, es wird auch gleich deutlich, wie liebevoll und akribisch Edgar Reitz persönlich dieses Buch gestaltet hat. Es finden sich zahlreiche (ich schätze an die 500) aussagekräftige Szenenfotos, und am Text rund um die Dialoge merkt man, mit wie viel Gehalt Reitz jede einzelne, oft auch wortlose Szene intendiert und gestaltet hat, z. B. Landschaftsaufnahmen der Jahreszeiten, oder die häufig zu findenden Hintergrundinformationen zu den Figuren, die sich aus dem Film selbst nur selten in dieser Tiefe erschließen. Jeder Freund, jede Freundin von HEIMAT wird große Freude an diesem Buch haben. 
“Serviervorschlag”:
Eine persönliche, den vielen Kennern der Filme durchaus zur Nachahmung empfohlene Anekdote sei abschließend erlaubt: Gestern vor dem Schlafengehen saß ich mit meiner 13jährigen Tochter zusammen, die neugierig in dem Buch blätterte und auf die Idee kam, ein Spiel mit mir zu spielen: Sie zitierte jeweils einzelne Dialogzeilen aus dem Buch, die ich dann in die Handlung des Filmes und einer Figur zuordnen sollte. Es hat sehr viel Spaß gemacht, auf diese aktive Weise in den HEIMAT-Kosmos einzutauchen und gemeinsam Details des Films zu erinnern.
Thomas Hönemann, 8.10.2015

Buchhandel
38 €
Helma Hammen: Hunsrück Casting. Edgar Reitz’ Film ‘Die andere Heimat’ und ich
Ingelheim (Leinpfad-Verlag), erschienen am 23.3.2015, 116 Seiten, Format 12,1 x 16,1 cm, ISBN 978-3-945782-00-2

Helma Hammen, die bei “Die andere Heimat” für das Casting der Komparsen im Hunsrück verantwortlich war, hat ihre Erfahrungen rund um die Dreharbeiten in einem Buch verarbeitet. “Keine leichte Aufgabe bei einem Film, der von der großen Auswanderungswelle 1843 nach Missernten und Hungersnöten erzählt. Wie Helma Hammen es geschafft hat, genügend dünne Darsteller mit ungefärbten Haaren, ohne Tattoos und Piercings zu finden und sich nebenbei – gemeinsam mit ihrem Mann – noch auf die Suche nach passenden Gebäuden, Stoffen für die Kostüme, Ackergerät, alten Getreidesorten und Viehrassen zu machen, erzählt sie sehr lebendig und informativ: Ein Blick hinter die Kulissen eines der aufwändigsten Filmprojekte der letzten Zeit.” (Quelle: Leinpfad Verlag). 

Kurzrezension: Alle, die sich für Edgar Reitz und seine Arbeit interessieren, werden ihre Freude an diesem Buch haben. Es bietet sehr authentische Einblicke in den gesamten Prozess der Entstehung von “Die andere Heimat”, beginnend mit der Suche nach Motiven und Requisiten, bis hin zum letzten Drehtag. Dabei wird deutlich, welch einer komplexen, aufreibenden aber auch in Anbetracht des Ergebnisses zufriedenstellenden Aufgabe sich Helma Hammen gewidmet hat. Jemand, der nicht mit den Arbeitsabläufen in der Filmbranche vertraut ist, wird sich vielleicht über die Vielfalt und rasche Abfolge der Aufgaben verwundert die Augen reiben, zudem bietet das Thema der nicht immer konfliktfreien Zusammenarbeit von absoluten Filmprofis und Laien aus der Region immer wieder spannende und lehrreiche Aspekte. Viele Fotos von “hinter den Kulissen” bieten zudem anschauliche optische Eindrücke. Das Buch ist aber auch ein sehr persönliches Buch, das immer wieder deutlich macht, wie die Arbeit Helma Hammen mehrfach ihre Grenzen aufgezeigt hat, was angesichts so mancher der von ihr geschilderten Situationen sehr gut nachempfindbar ist. Und dennoch ist “Hunsrück Casting” ein erfolgreicher, mutmachender Bericht, der zeigt, wie viel Menschen in ihrem Engagement für ein Projekt, von dem sie aus tiefstem Herzen überzeugt sind, aufzuopfern bereit sind und dabei über sich hinauswachsen. Und dass ein Projekt wie “Die andere Heimat” nicht ohne die vielen Menschen aus der Region, allen voran Helma Hammen und ihr Mann Ernst, niemals in dieser Qualität hätte verwirklicht werden können, wenn überhaupt. Danke, Helma, dass du diese interessanten Erfahrungen mit uns teilst.
23.04.2015/Th. Hönemann

Buchhandel
9,90 €
Thomas Koebner: Edgar Reitz. Chronist deutscher Sehnsucht. Eine Biographie
Ditzingen (Reclam), erschienen am 18.3.2015,  283 S., 74 teils farb. Abb., geb. mit Schutzumschlag. Format 15 x 21,5 cm, ISBN: 978-3-15-011016-4

Das filmische Werk des inzwischen 82jährigen Regisseurs Edgar Reitz entwickelte sich erst nach einer tiefen Krise in seinen Vierzigern als Spätwerk zu voller Blüte. Alles, was vorher schon angelegt und kaum beachtet worden war, explodierte förmlich in den drei großen Filmzyklen »Heimat«, »Die zweite Heimat« und »Die andere Heimat«, in denen ein fiktives Hunsrückdorf namens ›Schabbach‹ (fast ein bisschen wie ›Seldwyla‹ beim großen Schweizer Realisten Gottfried Keller) zum Brennpunkt deutscher Geschichte und zum Ausgangsort eines künstlerischen Kosmos wird. In seiner Werkbiographie verzahnt Thomas Koebner auf der Basis persönlicher Gespräche mit Edgar Reitz die Interpretation dieses Werks – das erst 2012 mit dem laut Kritik »schönsten deutschen Film der letzten Jahrzehnte« gekrönt wurde – mit der Biographie des Regisseurs, die ihn vom Oberhausener Manifest nach München ins Zentrum des Neuen Deutschen Films und darüber hinaus in ein ganz individuelles Filmschaffen führte. Reitz hat ›die Jahre, die wir kennen‹ nicht nur als Chronist auf den Begriff gebracht und sich ihrer Historie seit der Romantik vergewissert, er hat ihr Erscheinungsbild, nicht zuletzt durch die vieldiskutierte Rehabilitation des Schwarzweißen mitten im übermächtigen Farbfilm, technikaffin und handwerksstolz selbst mitgeprägt.”
(Information des Reclam-Verlags)

Buchhandel
9,95 €

(Preis gesenkt
2/2020)
Christian Schulte (Hrsg.): Edgar Reitz “Zeitkino”. Texte zum Dokumentarfilm, Band 17, Hrsg. der Reihe: dfi-Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW
Berlin (Vorwerk), erschienen am 6.3.2015, 288 Seiten, broschiert, Format 13,6 x 21,1 cm, gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. ISBN 978-3-940384-66-9

“Edgar Reitz, 2014 mit dem Deutschen Filmpreis für DIE ANDERE HEIMAT geehrt, gehört zu den Begründern des Neuen Deutschen Films und war unter den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests vielleicht der genuinste Filmemacher.
Er realisierte in den frühen 60er Jahren zahlreiche Kurzfilme, darunter ein Meisterwerk wie GESCHWINDIGKEIT, sowie zahlreiche Industrie- und Werbefilme, die es dem Autodidakten ermöglichten, zu experimentieren und sich das filmische Handwerk von Grund auf anzueignen. In Alexander Kluges ABSCHIED VON GESTERN gelangen ihm als Kameramann ikonische Einstellungen, und sein erster Langfilm MAHLZEITEN besticht noch heute durch eine den Plot furios fragmentierende Montage.
In den 70er Jahren entwickelte sich Reitz weg von einer Ästhetik des Fragments hin zu einem Erzählkino von epischen Ausmaßen: »Wirklich zu mir selbst gefunden habe ich erst in HEIMAT. Da entdeckte ich in mir das Geheimnis des Narrativen. Bis dahin war ich ein Anti-Erzähler.« Das HEIMAT-Projekt, mit dem Reitz auch international der Durchbruch gelang, ist inzwischen zu vier großen Zyklen angewachsen, die 150 Jahre deutsche Geschichte aus der Mikroperspektive der eigenen Lebens- und Familiengeschichte vergegenwärtigen und zu einem eigenen Erzählkosmos verdichten, der im Medium filmischer Erinnerung kollektive Erfahrungen aufruft und assoziativ miteinander verknüpft.
Soziale Synapsen zu bilden, darin liegt für Edgar Reitz die eigentliche Bedeutung der Filmkunst – und vor allem seines eigenen »Zeitkinos«.Der vorliegende Band versammelt Texte – Essays, Interviews, Bruchstücke – aus fünf Jahrzehnten, viele werden erstmals publiziert. Texte, in denen der Regisseur Einblicke in sein Leben, sein Verständnis des Autorenfilms, seine Arbeitsweise und die Entstehungsprozesse einzelner Filme gewährt, in denen er analoge und digitale Produktionstechniken, den kinematographischen Raum und Verfahren der Bildgestaltung auf bislang ungenutzte Möglichkeiten hinbefragt – immer mit Blick auf die fiktionale Kraft eines Mediums, dessen eigentliche Zukunft erst noch bevorsteht.”
(Quelle: dokumentarfilminitiative.de)

Buchhandel
24 €
Edgar Reitz: Die andere Heimat. Chronik einer Sehnsucht
München (Schirmer/Mosel) 2013, erschienen pünktlich zur Deutschlandpremiere am 28. September 2013. Mit einem Vorwort von Michael Krüger. 220 Seiten, 100 Filmbilder, ISBN 978-3829606615, Format: 26,8 x 31, gebunden.

Ein sehr schöner Bildband, mit etwa 100 teils doppelseitig angelegten Filmbildern. Dazu gibt es einen Text von Edgar Reitz und Dialogteile aus dem Film als Bildlegenden. Das Drehbuch, aus dem die Dialogteile stammen, hat Edgar Reitz zusammen mit Gerd Heidenreich verfasst (siehe übernächsten Eintrag).

Buchhandel
19,80 €
Edgar Reitz: Die andere Heimat. Chronik einer Sehnsucht – Das Filmbuch
Marburg (Schüren), erschienen im September 2013, 240 S., ISBN 978-3-89472-868-7

Umfangreiches Filmbuch von Edgar Reitz über “Die andere Heimat”. Es “enthält eine ausführliche Nacherzählung und Erläuterung des Films aus Sicht des Regisseurs. Ein zweiter Teil schildert die Entstehung des Schabbach Universums, die Arbeit des Filmteams und die Aufgaben, die es zu lösen hatte. Ein weiteres Kapitel handelt von der Stoffentwicklung und der Arbeit am Drehbuch.”
(Quelle: Schüren-Verlag)

Von diesem Buch erschien anlässlich der Deutschlandpremiere am 28.9.2013 in Simmern eine Sonderausgabe.

Buchhandel
19,90 €
Gert Heidenreich: Die andere Heimat. Erzählung
München (Droemer) 2015 (Erstauflage erschienen am 1.10.2013)
ISBN 978-3426281116, 128 S.

Auf der Grundlage der gemeinsamen Drehbucharbeit für “Die andere Heimat” mit Edgar Reitz verfasste Gert Heidenreich diese Erzählung des Stoffes. Auch als Hörbuch erhältlich.

Buchhandel
12,99
Thomas Koebner (Hg.): Film-Konzepte 28: Edgar Reitz
München (etk – Edition Text und Kritik) 2012
Mit Beiträgen von Matthias Bauer, Gert Heidenreich, Michelle Koch, Thomas Koebner und Karl Prümm; ISBN 978-3-86916-206-5, 103 S.

“Von den jungen Filmemachern, die 1962 das Oberhausener Manifest unterschrieben, mit dem sie einen neuen deutschen Film und die Abkehr vom alten Kommerzbetrieb forderten, gehört Edgar Reitz zu den wenigen, die sich in der Praxis behaupten und neue Maßstäbe setzen konnten.
Zusammen mit Alexander Kluge feierte Edgar Reitz mit »Abschied von gestern« (1966) den bedeutendsten künstlerischen Erfolg der 1960er Jahre. Sein weiteres Frühwerk, darunter Filme wie »Mahlzeiten«, »Die Reise nach Wien« oder »Stunde Null«, konnte vor wenigen Jahren durch restaurierte Fassungen auf DVD wiederentdeckt werden. Die »Heimat-Zyklen« mit ihren 54 Stunden Spieldauer bescherten Reitz weltweit breite Anerkennung. Nach langer Pause inszenierte er in diesem Jahr, in dem er am 1. November seinen 80. Geburtstag feiert, einen Kinofilm in deutsch-französischer Koproduktion: »Die andere Heimat«, eine Leinwand-Erzählung, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts spielt und erneut das unerschöpfliche Thema von Menschen behandelt, deren Lebenslauf dadurch bestimmt wird, dass sie da bleiben, wohin man sie gesetzt hat, und von Menschen, die weggehen. Das Heft enthält unter anderem auch Beiträge von Weggenossen, die sich mit beharrlichem Interesse der Arbeit des großen deutschen Filmemachers widmen.” (Quelle: www.etk-muenchen.de)

Buchhandel
26 €
Lars Henrik Gass und Ralph Eue (Hrsg.): Provokation der Wirklichkeit
Das Oberhausener Manifest und die Folgen, München (etk) 2012
356 S., ISBN 978-3-86916-182-2

“Am 28. Februar 1962 wurde in Oberhausen das fraglos wichtigste Gruppendokument des deutschen Films verkündet. Die Gruppe der Unterzeichner bestand aus 26 Personen – darunter die Filmemacher Alexander Kluge, Edgar Reitz, Peter Schamoni und Herbert Vesely sowie Produzenten, Kameramänner und der Schauspieler Christian Doermer. Sie reklamierten in einer bewusst konfrontativen Mischung aus niederschmetternder Diagnose der deutschen Filmwirtschaft und ungestümem Pathos die Lizenz zur Schaffung eines neuen deutschen Films. Ein wesentlicher Bestandteil der Oberhausener Erklärung war die Forderung nach Bereitstellung von Produktionsbedingungen, die es erlauben sollten, der Lethargie, in der sich der deutsche Film zu Beginn der 1960er Jahre befand, ein Ende zu Setzen. Die innovative Kraft des Manifests wird hier vor allem anhand seiner Folgen deutlich, zu denen nicht nur die Gründung des Kuratoriums junger deutscher Film und die kulturelle Filmförderung in Deutschland überhaupt zählen, sondern auch seine kulturgeschichtlichen Wirkungen. Die Unterzeichner des Manifests agierten in einer Zeit weltweiter Medienumbrüche und Mentalitätswechsel, wie wir sie auch heute mit anderen Vorzeichen erleben. Die kulturelle Filmförderung, deren Vordenker sie waren, gerät heute mehr und mehr ins Abseits. Welche innovative Kraft hatte das Oberhausener Manifest wirklich?

“Provokation der Wirklichkeit” macht einen Teil der deutschen Filmgeschichte sichtbar und stellt gleichermaßen die Frage nach seiner heutigen Relevanz. Der Band versammelt weitgehend unbekannte Dokumente, u. a. von Michael Althen, Francis Courtade, Joe Hembus, Alexander Kluge, Uwe Nettelbeck und Laurens Straub, darunter auch ein erst kürzlich entdecktes Gespräch zwischen Theodor W. Adorno, Alexander Kluge, Edgar Reitz, Joseph Rovan, Haro Senft und Hans Rolf Strobel aus dem Jahr 1962, sowie eine Reihe von Essays und Gesprächen, u. a. von und mit Hans-Christoph Blumenberg, Christoph Hochhäusler, Hilmar Hoffmann, Klaus Kreimeier, Klaus Lemke und Claudia Lenssen.” (etk.de)

Verlag
24,80 €
Anja S.: Jed Schouer war en Puff. Die verrufene Zeit in Lautzenhausen
Norderstedt (Books on Demand) 2010, Paperback, 188 Seiten, ISBN 978-3-8391-7616-0

Unter dem Titel „Jed Schouer war en Puff“ (übersetzt: jede Scheune war ein Bordell) berichtet Kulturwissenschaftlerin Anja S. in über die schlüpfrige Vergangenheit des kleinen Ortes Lautzenhausen zu Zeiten der Hahn Airbase. Übrigens, selbst heute noch finden Sie in “Lautze” einige Spuren dieser Vergangenheit. 

Klappentext: In der bäuerlichen Idylle des kleinen Hunsrückdorfes glitzerten einst die Neonschilder der Bars und Nachtlokale. Rund 40 Jahre dauerte die Verrufene Zeit in Lautzenhausen. Und immer noch heißt es: Jed Schouer war en Puff. Aber es ist ein sagenumwobenes Stück Heimat, über das nicht laut gesprochen wird. Jetzt lüftet Anja S. in ihrem Buch erstmals den Vorhang und beschreibt Alles: die Bars und das Dorf, die Bauern und die Zuhälter, die Animierfrauen und die Striptease-Tänzerinnen. Sehr anschaulich, oft humorvoll, gut recherchiert und ein bisschen frivol sind die Geschichten, die von der Autorin zusammengetragen wurden. Damals, als Studentin, und heute, als KuWi, sprach Anja S. mit allen: Fiffi, Heimo, Ossi, Wolfgang, Siegward, Herr Gallo, Franz, Josephine, Jupp, …

Anja S., Jahrgang 1982, stammt aus dem Hunsrück und ist in der Region aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie in Bremen die Fächer Germanistik und Kulturwissenschaft. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über die vier außergewöhnlichen Jahrzehnte in Lautzenhausen. Aus dieser Arbeit ist das vorliegende Buch entstanden. „Jed Schouer war en Puff“ ist das erste Buch der Autorin. Heute lebt Anja S. zusammen mit ihrem Mann in Frankfurt am Main und arbeitet im Hunsrück. (Quelle: bod.de)

bod
19 € + 3 € VK
Michaela Melián: Rückspiegel
Leipzig (spector books) 2009, ISBN 978-3-940064-91-2, 12 €, 72 S. Sprache: Deutsch und Englisch.

Michaela Melián sprach mit Alexander Kluge, Edgar Reitz, Josef Anton Riedl, Hans-Jörg Wicha sowie Kurd Alsleben über die Multimedia-Arbeit VariaVision – Unendliche Fahrt, das Studio für elektronische Musik und die HfG Ulm.
Melián ist Autorin des auf Motiven aus “VariaVision” basierenden Hörspiels “Speicher”, das vom Deutschlandfunk als Hörspiel des Jahres 2009 ausgezeichnet wurde.

Buchhandel
12 €
Michelle Koch und Thomas Koebner (Hrsg.): “Edgar Reitz erzählt”
München (edition text+kritik) Juni 2008, ISBN 978-3883779249, 35 €, 405 S.

“Edgar Reitz gilt international als einer der bedeutendsten deutschen Regisseure aus der Nachkriegs-Generation, die mit dem »Oberhausener Manifest« 1962 eine neue Epoche der Kinogeschichte einleiteten. Dem heimischen — wie einem internationalen — Publikum ist Reitz durch die »Heimat«-Zyklen wohlbekannt, weniger durch seine erstaunlichen Produktionen vor der »Heimat«, die es wieder zu entdecken lohnt. Im Mittelpunkt des Bandes steht ein beinahe 15 Stunden dauerndes »Intensiv-Interview« mit Edgar Reitz, das bisher wohl längste, das er je gegeben hat. Darin teilt der Regisseur weithin unbekannte Erinnerungen und Gedanken mit, zu seiner Laufbahn und seinen Filmen, zu Zeitgenossen und Wegbegleitern. Zum ersten Mal veröffentlicht werden darüber hinaus Studien, Essays und Ansprachen des Filmregisseurs: Konzepte, Ideen und Fragmente, minima moralia und minima aesthetica zum Drehbuch, zur Zukunft des Geschichtenschreibens, zu Stanley Kubricks »Eyes Wide Shut«, zu Martin Walsers Paulskirchen-Rede, Vorträge, die Edgar Reitz zu den Verleihungen der Ehrendoktor-Würde an ihn gehalten hat — ferner Ausschnitte aus einem umfangreichen Produktionstagebuch, das Edgar Reitz bei der Vorbereitung von »Heimat 3« niedergeschrieben hat.” (Quelle: edition text und kritik)

Eine ausführliche Rezension des Bandes finden Sie hier.

Buchhandel
35 €
Daniela Kloock (Hrsg.), Zukunft Kino – The End of the Reel World,
Marburg (Schüren Verlag) 2008, ISBN 9783894724832, 350 Seiten.

„Wir müssen das Kino ganz neu erfinden.“ (Peter Greenaway)
Die Digitalisierung ermöglicht neue Wahrnehmungs- und Rezeptionsformen, neue Techniken des Sehens, Erzählens und Produzierens. Eine Vielzahl unterschiedlichster Entwicklungen und Szenarien zeichnet sich ab.
Werden die Storys vielschichtiger, erfindungsreicher? Kann uns eine am Computer animierte Marilyn Monroe verführen? Fasziniert uns ein digitaler Riesenaffe? Hat Kino als Ort überhaupt noch eine Chance? Worin besteht sein Zauber, sein Geheimnis, seine Zukunft?
Die in diesem Band versammelten Autoren gehen den Spuren dieser Transformationsprozesse nach, eröffnen überraschende Einblicke und beziehen kontroverse Positionen.
Grundlegende Texte und visuelle Einsichten in einem außergewöhnlich gestalteten Band.
(Quelle: Schüren Verlag)
Enthalten ist ein Beitrag von Edgar Reitz: “Der Film verlässt endlich das Kino” (S. 312-323).
Leseprobe
Rezension auf Deutschlandradio Kultur

Buchhandel
49,00 €
Sigfrid Gauch, Andrea Steinbrecher, Alexander Wasner (Hrsg.): nicht schreiben ist auch keine Lösung. Jahrbuch für Literatur 13
Frankfurt am Main (Brandes & Aspel) 2007, ISBN 978 3 86099 529 7

darin: S. 235-244: “Heimat Fragmente Die Frauen – ein Film von Edgar Reitz – Lulus innerer Monolog”.

Buchhandel
22 €
Matteo Galli: Edgar Reitz 
Milano (Edizioni il Castoro = Il Castoro Cinema, 224) 2006, ISBN  9788880333869

Kommentar des Autors: “Nun ist es so weit: mein Edgar-Reitz-Buch auf italienisch ist da. Das Buch ist in der sehr wichtigen Reihe “Il Castoro Cinema” des gleichnamigen Verlages (“Edizioni il Castoro”/Mailand)  veröffentlicht worden. Die Reihe existiert seit nunmehr 30 Jahren. Mein Buch ist die Nr. 224 der Reihe. (…) So viel ich weiß, ist mein Buch die erste wissenschaftliche Monographie übers ganze Oeuvre von Edgar Reitz (Rauhs Buch aus den ’90er Jahren war eher eine Biographie mit einigen kurzen Filmanalysen).”

int. Buchhandel
15,50 €
Egon Netenjakob: Es geht auch anders. Gespräche über Leben, Film und Fernsehen
Berlin (Bertz & Fischer) 2006, 488 S., ISBN 978-3-86505-171-4

Das Buch versammelt 25 Gespräche, die der renommierte Fernsehpublizist Egon Netenjakob mit Regisseuren, Dramaturgen und Produzenten aus West und Ost geführt hat; dabei geht es sowohl um biografische wie um künstlerische und produktionsbezogene Fragen. Zu den Gesprächspartnern gehören Fernsehmacher aus verschiedenen Generationen, von Wolfgang Staudte über Edgar Reitz und Margarethe von Trotta bis zu Dominik Graf, Detlev Buck und Andreas Dresen. Die von Netenjakob geführten Gespräche sind sehr komplex, weil sie mit großer Aufmerksamkeit die Erfahrungen der Interviewten vermitteln: politisches und soziales Umfeld in der Jugend, Unterschiede der Ausbildung, Zugang zum Medium Fernsehen, Zustände bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten in der Bundesrepublik und beim staatlichen Fernsehen der DDR, Konflikte in den Hierarchien, Erinnerungen an einzelne herausragende Produktionen. Die personalisierte Annäherung an das Thema führt zu sehr konkreten Informationen, die sich an keiner anderen Stelle in so konzentrierter Form finden lassen. Es gehört zu Netenjakobs spezifischen Fähigkeiten, Menschen zu befragen und sie zur intensiven Selbsterforschung zu bringen. In der Summe der Beiträge erschließt sich die Geschichte des Fernsehens der Bundesrepublik, aber auch der DDR, in einer sehr anschaulichen und lebendigen Form. (Quelle: Bertz & Fischer)

In dem Band sind ein Gespräch mit Edgar Reitz (“Der Erzähler”, S. 121-130), das Essay “Ein Filmroman: Versuch über DIE ZWEITE HEIMAT” des Autors (S. 131-164) sowie ein Interview mit Peter Steinbach (“Graben nach Geschichten”, S. 223-236) enthalten.

Bertz & Fischer
zum Sonderpreis von 6,90 € (statt ursprünglich 28 €)
Goran Mijic: Evolution der Kommunikationsmedien/Technik und kultureller Wandel in Edgar Reitz’ Heimat mit besonderer Berücksichtigung technologie- und ideologiekritischer Strategien, Dissertation
Bern (Verlag Peter Lang) 2006, 270 S., ISBN 3-03910-942-1

Eine ausführliche Rezension dieses Buches finden Sie hier.

Verlag Peter Lang
50,40 €
Johannes von Moltke: No Place Like Home. Locations of Heimat in German Cinema (Weimar and Now: German Cultural Criticism)
University of California Press, November 1, 2005, ISBN 0520244117; 315 p.,

Chapter 8: Inside/Out: Spaces of History in Edgar Reitz’s Heimat, pp. 203-226

int. Buchhandel
29,95 $
Fabienne Litpay, Susanne Marshall, Andreas Solbach (Hrsg.): Heimat. Suchbild und Bewegung
Remscheid (Gardez! Verlag) 2005, ISBN 3-89796-039-7; 383 S.

Unerfüllbare Sehnsucht nach Heimat – die Volkserzählung kennt einen zauberhaften Ort, der sich immer weiter entfernt, je näher man ihm zu kommen versucht. Auch Heimat bleibt in diesem Sinne unerreichbar. Man weiß, dass sie existiert, auch wenn man niemals wirklich dort gewesen ist. Heimat, so der Philosoph Ernst Bloch (Das Prinzip Hoffnung), ist “etwas, das allen in die Kindheit scheint, und worin noch niemand war”. In eine ferne Vergangenheit entrückt, bleibt die Heimat ein ewiges Suchbild, die Heimkehr eine endlose Suchbewegung. Aus diesem Grund entzünden sich an dem Thema der Heimat Phantasien – in der Literatur, im Film, im Leben.
Das Bild der Heimat ist stets ein persönliches, nicht objektivierbares – so sehr es auch an geografische, politische oder historische Fakten gebunden sein mag. Die Kluft, die sich dabei nicht selten zwischen der vorgestellten und der realen, der vermissten und der erlebten Heimat auftut, macht die Auseinandersetzung mit ihr zu einer besonderen Herausforderung, der sich die Autoren des vorliegenden Buches stellen.

Ausgangspunkt des Buches war eine Ringvorlesung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu dem Thema Heimat in Literatur und Film. (Umschlagtext, Quelle: Gardez! Verlag)Speziell mit der Reitz’schen HEIMAT beschäftigen sich die folgenden Beiträge:
– Susanne Marshall: Schabbach. Die Heimat des Edgar Reitz (S. 43-62),
– Carola Lentz: “Alles Wesentliche entzieht sich der Optik der Kamera – die Liebe, der Tod …”. Anlässlich der Premiere von Edgar Reitz’ 26-stündigen Filmepos Die Zweite Heimat. Chronik einer Jugend (1992) in München (S. 63-74),
– Thomas Koebner: “Woran wir glaubten”. Zu den drei Heimaten von Edgar Reitz (S. 75-80).
Eine ausführlichere Rezension der drei Beiträge folgt.

Eine Rezension des Bandes finden Sie hier.

Buchhandel
24,95 €
Lexikon des Internationalen Films. Filmjahr 2004
hrsg. von der Zeitschrift “film-dienst” und der Katholischen Filmkommission für Deutschland
Marburg (Schüren) 2005,  S. 43-48, ISBN 3894724005.

darin: Marli Feldvoß: Die ganze Heimat. Überlegungen zur Heimat-Trilogie von Edgar Reitz

Eine kompetent geschriebene und detailreiche Synopsis über die HEIMAT-Trilogie, die über die rein beschreibende Ebene hinaus sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den drei Teilen analysiert.
Marli Feldvoß, studierte Germanistin, Romanistin und Filmwissenschaftlerin, ist seit beinahe zwanzig Jahren als Filmkritikerin und Autorin für Print, Radio und TV tätig.  Neben ihrer ständigen Mitarbeit bei der Neuen Zürcher Zeitung, der Berliner Zeitung, epd Film, HR, SBF und DR hält sie Seminare und Vorträge zur Filmgeschichte an Filmhochschulen und Universitäten, etwa an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Buchhandel
19,90 €
Gaby Allrath and Marion Gymnich (Hrsg.), Narrative Strategies in Television Series
New York 2005, ISBN 978-1-349-54505-6

darin: Sandra Heinen und Stefan Deines, History and Biography. Die Zweite Heimat: Narrative Strategies to Represent the Past, pp. 191-210

int. Buchhandel
85 $
Marion Dollner: Sehnsucht nach Selbstentbindung. Die unendliche Odyssee des mobilgemachten Helden Paul im Film “Heimat”. Mit einem Interview mit Edgar Reitz. 
Dissertation, erschienen in der Reihe ‘Mannheimer Studien zur Literatur- und Kulturwissenschaft’, Bd.35, Mannheim (Röhrig Universitätsverlag) 2005, 330 S. ISBN 3-86110-384-2

Das Interview mit Edgar Reitz in diesem Buch ist auf google.books vollständig zu lesen.

Buchhandel
28 €
Thomas Daum, Karl F. Geissler: 25 Jahre Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz 2004. Edgar Reitz: Eine Würdigung
Mainz (Brandes & Apsel) 2004, ISBN 3860998161, 60 S.

Liebevoll gestalteter, illustrierter Band mit den Laudationes auf Edgar Reitz von Kurt Beck und Peter W. Jansen, der Dankesrede sowie einer Tagebuchnotiz von Edgar Reitz sowie biographischen Notizen und Werksverzeichnis.
Uwe Rumeney und Radulf Jetter (Hrsg.): HEIMAT 3 – Ein historisches Fachwerkhaus als Filmstar
Münchwald (soonteam) o. J.

Handgefertigtes, auf 60 Stück limitiertes reich illustriertes Buch über die Geschichte des translozierten Fachwerkhauses und seine Rolle in HEIMAT 3. Der Covereinband besteht aus einem original Eichenholzrelief aus der Substanz des Hauses. Im robusten Pappschuber.

größere Ansicht
Edgar Reitz: Die Heimat-Trilogie
München (Collection Rolf Heyne) 2004, ISBN 3899102401.

Dieser Mammut-Bildband (592 Seiten, Format ca. 25 x 36 cm, gut 5 kg schwer, gebunden in wattiertem Seidenleinen, im Schmuckschuber) enthält einen Rundblick über den gesamten Filmzyklus.

Das teuerste Buch, das ich mir jemals zugelegt habe. Aber es ist in der Tat ein wirkliches Schmuckstück, ein Genuss für jeden Liebhaber der HEIMAT-Filme. Edgar Reitz sagte dazu bei der Präsentation im Rahmen der Premiere von HEIMAT 3 in München am 19.9.2004, er habe lange nicht mehr so frei arbeiten können wie an diesem Band. Und dann seine Erzählungen, wie die tief aus dem Archiven der ERF hervor gekramten Standbilder auf alt getrimmt wurden, wunderbar. Keines der Bilder wurde digital bearbeitet. Da mussten schon Tee und ein stark begangener Fußboden herhalten …

Eine Restauflage dieses Bandes ist nun zum reduzierten Preis von 59,90 € (einst 128 €) direkt über die EDGAR REITZ FILM STIFTUNG erhältlich: www.heimat-bildband.de.

EDGAR REITZ FILM STIFTUNG
59,90 €
Edgar Reitz: Heimat 3. Chronik einer Zeitenwende
München (Knaus) 2004, ISBN 3813502481

“(…) Außerdem schreibe ich das Buch zum Film, das pünktlich zur Premiere im Knaus-Verlag (Bertelsmann-Randomhouse) erscheinen wird. Es ist mehr noch als das Buch zu HEIMAT 2, eine literarische Nacherzählung der gesamten HEIMAT 3. Im Anhang gibt es dann zum Nachschlagen alles Wissenswerte über Produktion, Besetzung etc. (aus einer E-Mail von Edgar Reitz vom 13.4.2004 an mich)

Ein wunderschönes Buch, das noch viel tiefere Zugänge zur dritten HEIMAT öffnet. Erstaunlich, wie viel Leben Edgar Reitz seinen Figuren allein auf dem Papier einhauchen kann. 


Abb.: oben die KNAUS-Ausgabe, unten die inhaltlich identische Lizenzausgabe des Bertelsmann Buchclubs

Gundolf Hartlieb: In diesem Ozean von Erinnerung. Edgar Reitz’ Filmroman Heimat – ein Fernsehereignis und seine Kontexte, MUK 153/154
Magisterarbeit am Fachbereich 3: Sprach- und Literaturwissenschaft der Uni-GH Siegen, 2004, ISSN 0721-3271, 105 S.

Eine Arbeit, die mich beeindruckt und begeistert hat. Im Zentrum der sehr präzisen, fundierten und gründlich recherchierten Analyse Gundolf Hartliebs steht der Reitz’sche “Umgang mit Erinnerung und das dazugehörige Erzählkonzept im Sinne einer Geschichtsschreibung von unten.” (ebd., S. 104), der Anhand der Filme 4 und 11 verdeutlicht und belegt wird. Eingerahmt wird dieser zentrale Aspekt einerseits von einem gründlichen Diskurs zum Begriff Heimat, der insbesondere vor dem Hintergrund der Geschichte des deutschen Heimatfilms stattfindet, sowie andererseits von einer ebenso gründlichen wie souveränen Darlegung des Presse- und Zuschauerechos infolge der Ausstrahlung von HEIMAT. Mich hat an dieser Arbeit besonders die Gründlichkeit der Recherche und die sprachliche Gewandtheit des Autors fasziniert, aber auch sein Mut, explizite selbstständige Bewertungen nicht zu scheuen. Jedem, der sich intensiver mit HEIMAT beschäftigen möchte, sei dieses Werk wärmstens empfohlen.)
Rachel Palfreyman: Edgar Reitz’s Heimat: Histories, Traditions, Fictions (British and Irish Studies in German Language and Literature)
Bern (Etat neuf – Peter Lang) 2000, ISBN: 0820453102, 236 S.

Review by Angela Skrimshire, April 2008 (pdf, 24 kB)

Verlag, 48,30 €
Elizabeth Boa and Rachel Palfreyman: Heimat – A German Dream. Regional Loyalities and National Identity in German Culture 1890-1990
Oxford (Oxford University Press) 2000, ISBN 0198159226, 234 S.,
als TB erschienen in Bern (Europäischer Verlag der Wissenschaften Peter Lang) 2000, ISBN 3906765873

Eine ausführliche Rezension dieses Bandes von Hans Krah auf hohem wissenschaftlichen Niveau finden sie hier.

int. Buchhandel
49,95 $
Werner Barg: Erzählkino und Autorenfilm. Zur Theorie und Praxis filmischen Erzählens bei Alexander Kluge und Edgar Reitz
München (Fink) 1996, ISBN 3770530012

Auf 502 S. gekürzte Fassung der gleichnamigen Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

Eine sehr tiefgehende aber doch stets interessante Untersuchung, die sehr aufschlussreich in Bezug auf das Konzept filmischen Erzählens zweier wesentlicher Vertreter des “Neuen deutschen Films” ist.
Edgar Reitz: Die Zukunft des Kinos im digitalen Zeitalter,
in: Thomas Elsaesser, Jean-Francois Lyotard und Edgar Reitz: Der zweite Atem des Kinos, hrsg. von Andreas Rost, Frankfurt am Main (Verlag der Autoren) 1996, ISBN 388661168X, S. 115-157

Essay über den Wandel des Kinos vor dem Hintergrund des technischen Wandels und des Wandels der Sehgewohnheiten des Publikums, enthält Szenenfotos aus seinen frühen Kurzfilmen Kommunikation (1961) und Geschwindigkeit (1962).
Lena Scholz: Die Konstruktion von Geschichte in Edgar Reitz’ Zweiter Heimat
MUK 105/105, Magisterarbeit am Fachbereich 3: Sprach- und Literaturwissenschaft der Uni-GH Siegen, Siegen 1996, ISSN 0721-3271, 105 S.

eine interessante, gründlich recherchierte Studie auf gutem wissenschaftlichem Niveau.

Uni Siegen
3 € + VK
Edgar Reitz: Bilder in Bewegung – Essays. Gespräche zum Kino
Reinbek 1995, ISBN 3499199971, 335 S.

Edgar Reitz hat auf Initiative des British Film Institute die hundertjährige Geschichte des Films in Deutschland dargestellt und dafür prominente Deutsche Filmemacher – Regisseure, Produzenten und Schauspieler – interviewt. (…) Entstanden ist so eine Filmgeschichte der besonderen Art: ‘Eine äußerst lohnende Reise in die komplexe Welt deutscher Bilder, ein Loblied auf den Autorenfilm, eine spannende Collage nationaler Filmkunst’ (Frankfurter Rundschau)” (Umschlagtext)
Edgar Reitz, Kino. Ein Gespräch mit Heinrich Klotz und Lothar Spree
Schriftenreihe der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Band 3, Stuttgart 1994, ISBN 3893226508, 63 S.

In diesem Gespräch geht es vor allem um die Entwicklung des Mediums Film und seinen heutigen Stellenwert angesichts der Entwicklung im Bereich der so genannten “Neuen Medien”.
Edgar Reitz: Die Zweite Heimat. Chronik einer Jugend in 13 Büchern
München (Goldmann) 1993, ISBN 3442304660, 1019 S.

Drehbuch zum zweiten Teil, illustriert mit den Bildern aus dem Film.
Edgar Reitz: Drehort Heimat. Arbeitsnotizen und Zukunftsentwürfe
Frankfurt/Main (Verlag der Autoren)

1. Auflage: 1993, ISBN 3886611434, 296 S., Format 11,6 x 18,8 cm, Antiquariat
Neuauflage 12.12.2004, ISBN 978-3886612727. 336 S., Format 20,5 x 13,5 cm, Preis: 26 €

mit zahlr. Abb., Filmographie u. umfangreicher Bibliographie. Edgar Reitz’ persönliches Resumée zu HEIMAT und DIE ZWEITE HEIMAT. Mit vielen Geschichten hinter den Geschichten, Produktionstagebuchauszügen usw.

Die Neuauflage enthält ergänzend mehrere Texte und Bilder zu HEIMAT 3.



Reinhold Rauh: Edgar Reitz. Film als Heimat
München (Heyne Filmbibliothek) 1993, ISBN 3453069110, 303 S.

umfangreiches Sachbuch über Edgar Reitz, seinen persönlichen Werdegang und seine filmische Karriere, angefangen von seiner Jugend im Hunsrück bis hin zu DIE ZWEITE HEIMAT. Mit ausführlichen Inhaltsangaben zu HEIMAT und DIE ZWEITE HEIMAT, über 300 Fotos sowie einem Interview mit Reitz.
Anton Kaes: From Hitler to Heimat. The Return of History as Film
Camebridge MA (Harvard University Press) 1992, ISBN 0674324560, 288 S.

Dieses Buch ist in weiten Teilen, insbesondere in Bezug auf das Kapitel über HEIMAT, eine ergänzte und überarbeitete Übersetzung des o. g. Buchs Deutschlandbilder (siehe weiter unten).

int. Buchhandel
18,50 $
Hans Kobialka: Woppenroth. Ein Grenzort mitten in der Welt
hrsg. von der Ortsgemeinde Woppenroth, Argenthal, o. J., 471 S.

Die äußerst interessant geschriebene und reich illustrierte Ortschronik von Woppenroth, dem Ort, der Wiege und Hauptschauplatz von HEIMAT war. Den Arbeiten von Edgar Reitz in und um Woppenroth ist ein eigenes Kapitel gewidmet: “Woppenroth – Das Filmdorf Schabbach” (S. 445-466).

Das Buch ist auf der Seite der VG Kirchberg zum kostenlosen Download verfügbar.
Hans Helmut Prinzler, Eric Rentschler (Hrsg.): Der alte Film war tot. 100 Texte zum westdeutschen Film 1962-1987
Frankfurt/Main (Verlag der Autoren) 2001, ISBN 3886612325; 
darin: Edgar Reitz: Der Traum von einem Haus des Deutschen Films (1982), S. 259-262, Die Kamera ist keine Uhr (1979), S. 305-309, Abschied von Alf Brustellin (1981), S. 418-422

Dieses Buch ist inhaltsgleich bereits 1988 unter dem Titel Augenzeugen – 100 Text deutscher Filmemacher erschienen, ISBN 2886610896
Michael W. Schlicht, Siegfried Quandt (Hrsg.): Szenische Geschichtsdarstellung. Träume über Wissen? Gespräche mit Volker Braun, Margret Dietrich, Tankred Dorst, Michael Eberth, Eberhard Fechner, Ulrich Harbecke, Hansgünther Hemye, Wolfgang Menge, Edgar Reitz, Henning Rischbieter, Carl M. Weber, Andrzej Wirth
Marburgh (Hitzeroth) 1989, ISBN 978-3925944871

darin: Gespräch mit Edgar Reitz, S. 89-105
Manfred Kluge (Hrsg.): HEIMAT. Ein Lesebuch
München (Heyne) 1989

darin: Edgar Reitz: Sichtbares und Unsichtbares (S. 8-13)
Anton Kaes: Deutschlandbilder. Die Wiederkehr der Geschichte als Film
München (Edition Text & Kritik) 1987, ISBN 3883772607, PB, 267 S.

Kapitel VI: Die Sehnsucht nach Identität. Alltagsgeschichte und Erinnerungsarbeit in Edgar Reitz’ “Heimat”

Ausführliche Rezension von Joachim Schmitt-Sasse

Verlag, 18 €
Walter Schobert und Horst Schäfer (Hrsg.): Fischer Film Almanach 1985. Filme, Festivals, Tendenzen
Frankfurt/Main (Fischer Taschenbuch Verlag) 1985, ISBN 3596244560
darin: Horst Schäfer: Respekt vor den Dingen. Der lange Weg des Edgar Reitz, S. 239-254.

Eine kompakte und aspektreiche Übersicht mit vielen Informationen zum Film, z. B. ein Rückblick über Edgar Reitz’ Werdegang, Team und Sendetermine, Inhalte, einem Kommentar von Joachim von Mengershausen (Redakteur von HEIMAT beim WDR), Pressestimmen, Zuschauerzahlen etc. sowie einer Sammlung von Stimmen aus dem Hunsrück, zusammen gestellt von Wolfram Wagner (†), seinerzeit Leiter der Laienspielgruppe Kirchberg und Darsteller des Mäthes-Pat.
Edgar Reitz: Heimat. Eine Chronik in Bildern
München/Luzern (Bucher) 1985, ISBN 3765804878, 176 S.

– hier gibt es unter der gleichen ISBN offenbar zwei verschieden ausgestattete Ausgaben. Mir ist eine Ausgabe mit blauem Leinenrücken im illustrierten Schuber und eine andere Ausgabe mit weißem Papierrücken (ohne Schuber) bekannt.

äußerst liebevoll und aufwändig gestalteter Bildband zum Film, der die Charaktere und Geschichten anhand von Originalbildern aus dem Film und kurzen, sehr einfühlsam von Edgar Reitz persönlich geschriebenen Kommentaren zum Leben erweckt.

größere Ansicht
Edgar Reitz, Peter Steinbach: Heimat. Eine deutsche Chronik
Nördlingen (Greno), je 607 S.
von diesem Buch gibt es zwei Ausgaben:
geb. 1985, ISBN 392156820X, und
PB 1988, ISBN 3891908997

Das originale Drehbuch zum Film, es enthält die ursprüngliche Fassung, die im Vorfeld und während der Dreharbeiten teilweise deutlich verändert wurde. So wurde etwa in der endgültigen Fassung des Films z. B. von einer durchgängigen Rahmenhandlung mit Rückblenden (vergleichbar mit Film 11) abgesehen, die Lautzenhausener Prostituierten (vgl. ebenfalls Film 11) spielen (glücklicherweise, wie ich persönlich meine) keine so bedeutende Rolle etc.
Edgar Reitz: Liebe zum Kino. Utopien und Gedanken zum Autorenfilm 1962-1983
Köln (Verlag Köln 78) 1983, ISBN 3-88526-605-9, 220 S.

Eine Sammlung von Texten von Edgar Reitz zum Autorenfilm, Dokumente seines “unzerstörbaren Glaubens an die Filmkunst” (so E. R. in der Vorbemerkung dieses Bandes), beginnend mit der Zeit des Oberhausener Manifests 1962 bis zur Produktion von HEIMAT Anfang der achtziger Jahre. Etwa 80 Seiten dieses Bandes entstammen dem Produktionstagebuch von HEIMAT.
Robert Fischer und Joe Hembus: Der neue Deutsche Film 1960-1980
München (Cotadell Filmbücher bei Goldmann) 1981, ISBN 3442102111

darin: Mahlzeiten, S. 36-37
Klaus Eder und Alexander Kluge: Ulmer Dramaturgien. Reibungsverluste. Stichwort: Bestandsaufnahme [Arbeitshefte Film 2/3].
Mit Beiträgen von Günther Hörmann, Reinhard Kahn, Michael Leiner, Maximiliane Mainka, Wilfried Reinke, Edgar Reitz und Peter Schubert
München/Wien (Hanser Verlag) 1980, ISBN 3446130098

Ein Buch, dessen Lektüre einen informativen Einblick in die Grundsätze und Ziele der Vertreter des “Jungen Deutschen Films” gibt.
Karl Markus Michel und Harald Wieser (Jg.): Kursbuch 41: Alltag
Berlin 1975, 192 S.

darin: Alexander Kluge und Edgar Reitz: In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod, S. 41-85 (Zum Inhalt, Textliste des Films, Was fangen Zuschauer mit so einem Film an?, Unser Untersuchungsinteresse am Beispiel von Szenen, die nicht in den Film aufgenommen werden konnten)
Walter Höllerer (Hrsg.): Die Rolle des Worts im Film
in der Reihe Sprache im technischen Zeitalter, Sonderheft Nr. 13/1965. Stuttgart 1965, 98 S.

darin: Edgar Reitz, Alexander Kluge und Wilfried Reinke: Wort und Film, S. 1015-1029
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* keine Angabe = nur noch antiquarisch erhältlich