Darsteller/innen in HEIMAT

An HEIMAT waren insgesamt 32 Schauspieler, 159 Laiendarsteller und 3863 Komparsen beteiligt. Hier finden Sie eine Übersicht über die Besetzung der bedeutendsten Figuren des Films. Bemerkenswert ist, dass selbst zentrale Rollen wie Katharina, Mathias, Marie-Goot, Glasisch Karl oder Robert Kröber durch Hunsrücker Laiendarsteller/innen besetzt wurden. Dies macht m. E. einen großen Teil der Authentizität und des Charme von HEIMAT aus.

Die Informationen auf dieser Seite, insbesondere diejenigen, die man nicht in der Fachliteratur findet, wurden mit engagierter Unterstützung von Eva Maria Schneider (Marie-Goot) zusammengestellt. 

Leider erschließt sich über das Internet nur die weitere TV-Aktivität der Darsteller/innen, über Theaterengagements kann ich keine verlässliche Auskunft geben und bitte in diesem Punkt um Nachsicht. 
Für zusätzliche Informationen, insbesondere zu den Laiendarstellern (gerne auch persönliche Kommentare!), bin ich Ihnen sehr dankbar. Senden Sie mir einfach eine E-Mail.

Die Symbole in der letzten Spalte "Info-Link" beinhalten Links auf weiterführende Seiten unterschiedlicher Art: 
        auf die Homepage, auf die Agenturseite des Darstellers/der Darstellerin,  auf die personenbezogenen Einträge in Wikipedia.

         

Rolle, Lebenszeit Darsteller/in, Lebensdaten tritt auf in ...1 Kurzinformation zur Person und heutigen Tätigkeit Info-Link
Katharina Simon 1875-1947
(H3: 1871-1946)2
Gertrud Bredel
* 19.2.1920
+ 6.4.1999
H1
1-8,11

HF

Laiendarstellerin aus der Laienspielgruppe der Volkshochschule Bad Kreuznach.

Das Foto ist dem Bildband Edgar Reitz: Heimat. Eine Chronik in Bildern, München/Luzern (Bucher) 1985, S. 22 entnommen.
Mathias Simon
1872-1945
Willi Burger 
* 1913
+ Dez. 1981 in Nannhausen
H1
1-6
Laiendarsteller, Schmied in Nannhausen. Lehnte ursprünglich Sprechszenen ab. Willi Burger verstarb während der Dreharbeiten zu Film 6 (Heimatfront) an Krebs. Sein Grab fand Günter Endres auf dem Friedhof von Nannhausen.  
Maria Simon
1900-1982 
(H3: + 1980)2
Marita Breuer
* 20.1.1953 in Düren
H1
1-11

HF

Nach Heimat immer wieder im TV zu sehen, u. a. auch in mehreren "Tatort"-Episoden, in "Deutschlandlied", "Der Krieger und die Kaiserin" u. a.
"Von der nach der Stanislawski-Methode3 ausgebildeten Schauspielerin meinte Edgar Reitz: 'Ich glaube, dass sie in dieser langen Zeit, die wir zusammengearbeitet haben, wirklich mit der Figur die verschiedenen Phasen ihres Lebens durchlebt hat, dass sie in ihrer Imagination, in ihrer Identifikation mit der Rolle, das Gefühl dieses Alterns in sich erlebt ... Marita Breuer ist die ernsthafteste Schauspielerin, mit der ich es je zu tun hatte.'"4
M. Breuer war in den Spielzeiten 2000/2001 bis 2004/2005 festes Ensemblemitglied am theater Aachen. Über HEIMAT sagte sie mir: "... das ist eine Arbeit, die ich tausendprozentig gemacht habe."
 


 

Paul Simon
* 1898
(H3: 1898-1981)2
Michael Lesch
* 18.10.1956 in Solingen
H1
1-2

HF

Heimat stand am Beginn seiner großen Karriere. Heute bekannter Serienstar, z. B. in "Freunde fürs Leben" (ZDF), "Der Fahnder" (ARD) u. v. a. M. L. erkrankte 1999 schwer an Krebs, verarbeitete seine Krankengeschichte im Buch "Ein Jahr Hölle".

Dieter Schaad
* 2.4.1926 in Wiesbaden
H1
8-11
Einige weitere TV-Auftritte, vier davon vor Heimat, zudem zahlreiche Gastauftritte in "Ein Fall für Zwei" u. a.

Eduard Simon
1897-1967
Rüdiger Weigang
* 25.6.1942 in Saarbrücken
H1
1-11

HF

Berufsschauspieler. 1974-1986 vorwiegend am Theater aktiv, TV seit 1979, zuerst als Assistent Backes im SR-Tatort. Tritt seit Heimat häufig in Film und TV in Erscheinung, die Liste seiner TV-Aktivitäten umfasst eineinhalb eng bedruckte DIN-A-4-Blätter. Regelmäßig z. B. zu sehen in der Comedy-Serie Familie Heinz Becker (WDR), weitere Nebenrollen in vielen bekannten TV-Serien wie Die Kommissarin, Die Wache, Balko, Girl Friends, Schwarz greift ein etc. Größte Rolle nach Heimat 1986/7 in der BBC-Produktion "A Perfect Spy" nach John le Carre. 1999 unter Gernot Rolls Regie in "Tach Herr Doktor". R. W. ist auch als Regisseur der Lehrer-Kabarettgruppe "Die Daktiker" aktiv. (Quelle: Rüdiger Weigang, 12.5.2004)

Rüdiger Weigang war am 12. Mai zu Gast im von mir initiierten und geleiteten Heimat-Projekt am Gymnasium Nepomucenum Rietberg. Einen Bericht darüber finden Sie hier.

Lucie Hardtke
(verh. Simon)
1906-1978
Karin Rasenack
* 10.11.1945 in Berlin
H1
2-11

HF

Regelmäßige Film- und TV-Auftritte, z. B. in "Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen", "Zwei Asse und ein König", "Pfarrer Braun", "Stadtgespräch" etc.  

Pauline Simon (verh. Kröber)
1904-1984
Karin Kienzler H1
1-2
   
Eva Maria Bayerwaltes
* 28.7.1950 in Bonn
H1
3-11

H2 8

HF

Besonders seit 1997 zahlreichere TV-Auftritte, z. B. in "Bibi Blocksberg", "Der Zweite Frühling" etc., verstärkt auch als Synchronsprecherin tätig.
Robert Kröber
+ 1944
Arno Lang
+ 2001
H1
1-6
Laiendarsteller, seinerzeit Leiter der Laienspielgruppe Rheinböllen, verstarb 2001 tragischerweise nur vier Tage nach seinem Eintritt in den Ruhestand.
Otto Wohlleben 1902-1944 Jörg Hube
* 22.11.1943 in Neuruppin
+ 19.06.2009 in München

H1
4-7,11

HF

Einer der wenigen Mitwirkenden, der seinerzeit schon bekannt war und umfangreichere Erfahrungen mit dem Film hatte. Die Woppenrother schätzen ihn noch heute als einen großartigen Menschen.

In Münchener Ortsteil Bogenhausen wurde inzwischen eine Straße nach ihm benannt.

Edgar Reitz zum Tod von Jörg Hube

Anton Simon
1923-1995
Frank Wies H1
1-2
Laiendarsteller aus Woppenroth   
Rolf Roth H1
3-5
Laiendarsteller aus Rohrbach, arbeitet heute als Maschinenbauingeneur in Frankfurt, lebt in Oppenheim am Rhein.   
Markus Reiter H1
6-8

HF

Laiendarsteller aus Simmern, damals Banklehrling, heute als ganzheitlicher Yogalehrer mit Praxis im Simmerner Bahnhofsgebäude tätig.   
Matthias Kniesbeck
* 19.5.1953 in Dillingen
+ 31.1.2018 in Wadern
H1
9-11

H3

HF

"In den ersten SR-Tatorten Assistent des neuen Kommissars Palü, eine sehr steile Theaterkarriere brachte ihn von Staatstheater Saarbrücken über das Staatstheater Stuttgart schließlich ans Schauspiel Essen, wohin er wegen des Intendanten-Angebotes ging, neben dem Spielen wichtiger Hauptrollen auch als Regisseur arbeiten zu können. Daher spielt er bis zum Intendantenwechsel Ende dieser Spielzeit noch Hauptrollen wie Salieri in Peter Shaffers Mozart-Stück "Amadeus" und Vater Miller in Schillers "Kabale und Liebe", nachdem er sich während der Essener Zeit mehr und mehr zum gefragten Theater-Regisseur entwickelte, auch in Essen laufen seine sehr erfolgreichen Regiearbeiten - ebenso in Krefeld / Mönchengladbach (hier und in Essen auch erfolgreich als Theater-Autor tätig), Gießen, Staatstheater Oldenburg u.a. Einem sehr breiten Fernsehpublikum wurde Matthias Kniesbeck seit 1997 bis heute auch als Polizist Wittek und schließlich Polizeichef, als Vorgesetzter von Krapp und "Balko" in der gleichnamigen RTL-Serie bekannt."
(c) Agentur J.S.Production
Martha Simon
1924-1984
Sabine Wagner
* 1.5.1953
H1
6-11

HF

    
Ernst Simon
1926-1997
Heiko Ströher H1
1-2
Laiendarsteller aus Hecken  
Ingo Hoffmann H1
3-4
Laiendarsteller aus Rohrbach   
Roland Bongard H1
5-8
Laiendarsteller aus Dickenschied   
Michael Kausch
* 11.3.1949 in Mettmann
H1
8-11

H3

HF

Regelmäßige TV-Auftritte nach Heimat.

Hermann "Herrmännchen" Simon
*1940
Jens Werkheiser  H1 7 Laiendarsteller aus Schlierschied  
Frank Kleid H1 8 Laiendarsteller aus Heinzenbach   
Jörg Richter
* 1966
H1 9

HF

"DAS Hermännsche" - Sohn der damaligen Produktionsleiterin Inge Richter. Eine riskante Wahl, die sich als absoluter Glückstreffer herausstellte. Nach Heimat drei weitere TV-Auftritte (1989-1994), zudem zweimal (quasi in den Fußstapfen seiner Mutter) als Produzent tätig (1992/3). Jörg Richter arbeitet heute als freier Regisseur und Drehbuchautor im Bereich Dokumentation bei der JRF Jochen Richter Film, München.
Peter Harting
* 1951 in Schweinfurt
H1
10-11

HF

Schauspieler

Bild: (c) Agentur SPIRIT



Henry Arnold
* 10.5.1961 in Hamburg
H2

H3

HF

Filmisches und musikalisches Multitalent, erlebte mit DZH seinen Durchbruch, inzwischen neben der Schauspieltätigkeit verstärkt als Opernregisseur tätig.

Im Focus Nr. 10 vom 3.3.2018 berichtet Henry Arnold über sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater.
 



Klärchen Sisse
*1929
Gudrun Landgrebe
* 20.6.1950 in Göttingen
H1
8-9

HF

Auch wenn "Die flambierte Frau", gedreht 1983, früher ausgestrahlt wurde und sie über Nacht zum Erotikstar machte: In Heimat spielte sie ihre erste große Filmrolle und blieb dem Hunsrück durch eine Liaison mit einem Simmerner Arzt treu. Nach Heimat sehr zahlreiche TV-Auftritte.

Alois Wiegand
1870-1965
Johannes Lobewein 
+ 1989 oder 1990
H1
1-9,11
Bad Kreuznacher Schauspieler am Staatstheater Mainz. Im TV Gastauftritte in "Ein Fall für Zwei" 1981 und in einer Episode der "Drombuschs".  
Martha Wigand 1878-1948 Gertrud Scheerer H1
1-?, 11
Bäuerin aus Rohrbach. In ihrem Haus wurden die Innenaufnahmen der Küche im Haus Simon gemacht (vgl. Drehorte).  
Wilfried Wiegand
1915-1972
Markus Dillenburg H1 1 Laiendarsteller aus Kirchberg  
Ralf Isermann H1 2 Laiendarsteller aus Rheinböllen  
Hans-Jürgen Schatz
* 10.10.1958 in Berlin (West)
H1
3-11
Zahlreiche TV-Auftritte, davon auch einige vor Heimat. Heute als Maximilian Mäßig in den ZDF-Reihen "Salto Postale" und "Salto Kommunale" zu sehen, ansonsten einige Tatorte, Assistent in "Der Fahnder" etc.  

Maria "Marie Goot" Schirmer
1882-1972
Eva Maria Schneider
* 1940
H1
1-11

H2 8

HF

Laiendarstellerin aus Kirchberg, leitet die dortige "Theatergruppe Dumnissus" und führt äußerst unterhaltsam und kompetent Bustouren der Tourist-Info Simmern zu den Drehorten von H1 und H3.

EMS schrieb mir mit einem deutlichen Augenzwinkern zum unter ihrem Namen in der imdb aufgeführten Eintrag "Die Liebesdienerin (1999)": "Die Info (...) ist ein Irrtum! Leider!!! Eine voluminöse, im Dienst ergraute Puffmutter, das wäre eine Traumrolle die ich aber liebend gerne noch verkörpern würde!!!".

 
"Mäthes Pat" Schirmer
1869-1946
Wolfram Wagner
+ 2001
H1
1-7,11
Laiendarsteller aus Kirchberg, seinerzeit Leiter der dortigen Laienspielgruppe  
Glasisch Karl
1900-1982
Kurt Wagner
* 1.5.1953 in Saarlouis
H
1-11

H2 13

Laiendarsteller aus Saarlouis (heute in Saarbrücken lebend), wegen ihm wurde fast das gesamte Drehbuch umgeschrieben, da sich schnell herausstellte, dass "er bestens zum Dorforiginal geeignet war und wie ein Conferencier durch die Spielfilmhandlung führen konnte"5
"Ich hatte - vor Edgar Reitz - bereits das Vergnügen, Theater spielen zu dürfen und habe, ebenfalls vor Heimat, zwei 10-Minuten-Soli für den SR gespielt. Die Reihe hieß „Mundart um sechs”, der Schreiber war Alfred Gulden, die Monologe wurden ungeschnitten aufgezeichnet. Tatorte des SR habe ich sechs Stück hinter mir, alles Sprechrollen mit 2-4 Drehtagen. Darüber hinaus habe ich zu so gigantisch bedeutenden Serien wie „Die Gerichtsreporterin” meines Senf beigeben dürfen, habe in vielen  „Nußknacker"-Folgen zum Teil sehr skurille Gestalten geben dürfen und bin vor vielen vielen Jahren sogar als Drehbuchautor in Tateinheit mit Darstellertum im eigenen Buch dem SR negativ (non olet!) aufgefallen. Heute lebe ich mit Frau und drei1/2jährigem Sohnematz in SB, besitze eine kleine aber feine Werbeagentur namens Brain Inc. (Name schon laaaaange vor H. Schmidts Brainpool eingetragen) und bin dort als Berater, Texter und Konzeptioner tätig."
(Kurt Wagner in einer E-Mail vom 17.1.2005)

Kurt Wagner wurde 2005 vom Gremium vorheriger Preisträger (u. a. Oskar Lafontaine, Peter Müller, Alfred Gulden, Heiko Maas, Gabriel Mahren) in Saarlouis mit dem Tonton-Preis ausgezeichnet. Link 1 (Stadt Saarlouis), Link 2 (Saar-Zeitung vom 26./27.8.2006, pdf, 5,6 MB, siehe S. 3)

 
Lotti Schirmer
*1925
Andrea Koloschinsky H1 2 Laiendarstellerin aus Dillendorf-Liederbach  
Anke Jandrychowski H1 7 Laiendarstellerin  
Gabriele Blum
*1962
H1
8-11
Gabreiele Blum (c) Markus LangerGabriele Blum machte ihr Schauspiel- und Regiediplom am Mozarteum Salzburg und war neben vielen anderen Engagements Mitbegründerin der renommierten Bremer Shakespeare Company sowie des TaB (Theater aus Bremen). Sie arbeitet als Sprecherin für fast alle deutschen Sendeanstalten, liest Hörbücher für Erwachsene und Kinder, unterrichtet Darstellung, schreibt und spielt Theaterstücke und arbeitet beim Fernsehen (vor der Kamera als Schauspielerin und dahinter als Acting Coach). Gabriele Blum lebt in Berlin.

Meine Erfahrungen mit "Heimat"? Da ich das letzte halbe Jahr der Dreharbeiten in Woppenroth/Schabbach, also quasi direkt im Filmset leben konnte, schuf dies natürlich ein ganz besonderes Lebensgefühl, in dem sich Privates und Arbeit miteinander vermischten. Ich sog begeistert alles in mich auf: die technischen Seiten der Dreharbeiten, die Geschichten der Menschen aus dem Hunsrück, die ruhige, fast improvisierte Erzählweise des Drehbuch, die grandiose Natur, die Freundlichkeit, mit der mir die Dorfbewohner begegneten, die kluge und liebenswürdige Art, wie Edgar Regie führte und dachte: das also ist jetzt Film. Das soll nie aufhören. - Leider wurde ich eines Besseren belehrt und habe auch die mörderische Maschinerie des industriellen Fernsehens kennengelernt, aber es gibt einen kostbaren Kern in mir, den ich nur beschreiben kann als "früher einmal, als wir zusammen das Kino lebten", und der ist für immer verbunden mit dem Hunsrück und Edgars "Heimat". (Gabriele  Blum, 6.11.2011)

Foto: (c) Markus Langer

Fritz Pieritz Johannes Metzdorf
(heute: Metzdorf-Schmithüsen)
H1
4-11
Laiendarsteller, seinerzeit ev. Pfarrer von Bacharach, danach als Pfarrer der Ev. Studentengemeinde in Trier tätig. Im Oktober 2006 wurde er in den Ruhestand verabschiedet (mehr dazu hier).  
Hans Betz "Korbmachers Hänschen"
+ 1944
Alexander Scholz H1
1-6
Laiendarsteller aus Kirchberg, heute Dr. med., Facharzt für Anästhesiologie in Mainz.  
Martina
+ 1945
Helga Bender
* 1942 in Kamenz/
Sachsen
+ Mai oder Juni 2018 in Mainz
H1
2,4-8
Nach HEIMAT trat Helga Bender nicht mehr filmisch in Erscheinung, sondern konzentrierte sich auf ihr Engagement am Staatstheater Mainz, wo Sie 2004 ihre Abschiedsvorstellung gab.
Ein interessantes Detail ist in Franz Marischkas Buch "Immer nur lächeln. Geschichten und Anekdoten von Theater und Film" (S. 246-248) nachzulesen: Neben Ihrer "seriösen Karriere" am Mainzer Staatstheater und in einigen Filmen (vor Heimat) trat Helga Bender unter dem Namen "Helga König" unter Marischkas Regie in diversen 70er-Jahre-Sexfilmchen wie z. B. "Liebesgrüße aus der Lederhose" und "Lass jucken Kumpel" auf.

Einen Nachruf finden Sie auf den Seiten von echo-online.
Rudolf Pollack
+ 1945
Joachim Bernhard
* 1961 in Boll
H1
5-8
eigentlich: Joachim Bernhard Semmelrogge, Bruder von Martin Semmelrogge, der aufgrund des zweifelhaften Ruhmes und der Eskapaden seines Bruders seinen Zweitnamen zum Hausnamen machte. Schauspielerisch aktiv vor allem in den 1980er Jahren, einer seiner ersten Filme war "Das Boot", in dem auch sein Bruder auftrat.

Glockzieh Otto Henn
+ 1991
H1
1-2
Laiendarsteller aus Hennweiler  
Polizeichef Otto Prochnow
* 10.9.1942
H1
1-2
Laiendarsteller aus Simmern, seine Tochter Julia spielte eine Hauptrolle in HEIMAT 3. Otto Prochnow ist heute als Künstler in Lötzbeuren tätig.
Apollonia Marliese Assmann H1 1 Laiendarstellerin aus Gehlweiler  
"Schnüsschen" Petra Spengler H1 9 Laiendarstellerin aus Schneppenbach, die Figur wurde in DZH und H3 besetzt durch Anke Sevenich fortgesetzt.  
Hauptmann Eberhard Zielke Thomas Kylau
* 1932 in Klaipéda
H1 7

H2

HF

Berufsschauspieler, zahlreiche TV-Auftritte, darunter einige Tatort-Episoden, außerdem als Hörspielsprecher aktiv.

Wilhelm, alter Dorfbewohner, mit dem sich Hermann (Film 11) auf dem Friedhof unterhält Wilhelm Gräff * 2.10.1920
+ 11.9.2006
H1 11

H2 1

H3 6

HF

Laiendarsteller, Dorforiginal aus Gehlweiler, wohl die einzige Person, die in allen drei Teilen der Trilogie plus den HEIMAT-Fragmenten vorkommt!  
Emigrant
94jähriger
Rudolf Wessely
* 19.1.1925 in Wien
+ 25.4.2016 in München
H1 2
H3 4
Schauspieler, vorwiegend am Theater und in der Hörspielproduktion tätig.

1 Abkürzungen: H1: Heimat, H2: Die Zweite Heimat - Chronik einer Jugend, H3: Heimat 3 - Chronik einer Zeitenwende, HF: Heimat-Fragmente, Die Frauen
2: Angaben in Klammern beziehen sich auf die teils von den Daten in HEIMAT abweichenden Angaben auf den Familiengrabsteinen in HEIMAT 3.
3: Quelle: Reinhold Rauh: Edgar Reitz. Film als Heimat, München 1993, S. 196.
4: "Der Betroffene versucht, mentale Bilder und Vorstellungen hervorzurufen, die mit einem bestimmten - nämlich dem in der vorliegenden Situation erforderlichen - Gefühl verbunden sind. Die Gefühlserinnerungen helfen, in der aktuellen Situation das passende Gefühl zu erzeugen." 
Quelle: Daniela Rastetter, Emotionsarbeit. Stand der Forschung und offene Fragen, Fundort: http://www.zeitschriftarbeit.de/docs/4-1999/rastatter.PDF, S. 376.
5: wie Fußnote 3