Informationen rund um die HEIMAT-Trilogie von Edgar Reitz

Wiederaufführung der “Zweiten Heimat” im September

Mit großer Freude und voller Stolz berichtet Edgar Reitz über die anstehende Wiederaufführung der digital restaurierten Die zweite Heimat im Herbst dieses Jahres. Die Weltpremiere wird am 17. und 18.9. in der ASTOR Filmlounge im ARRI-Kino München stattfinden, verbunden mit einer Lesung aus seiner wenige Tage zuvor erscheinenden Autobiographie. Neben Aufführungen an gleicher Stelle seien weitere ähnliche Veranstaltungen in anderen Städten, darunter auch Simmern, geplant. Eine neue DVD- und blu ray-Ausgabe des Filmes sei ebenfalls für den Herbst in Planung.

Wir Betreiber der Internetseiten zu seinen Filmen sollen in die Planung der Veranstaltungen eingebunden werden, dazu werde ich in der kommenden Woche mit Edgar Reitz telefonieren und Sie dann zeitnah über die Details informieren. Bitte schauen Sie also regelmäßig in der Rubrik Aktuelles oder der Facebook-Gruppe nach.

Über die restaurierte Fassung der Zweiten Heimat schreibt Edgar Reitz:

Wie Sie wissen, haben wir in den vergangenen 4 Jahren, gefördert von der Filmförderanstalt, mit großem Aufwand an persönlichem und technischem Einsatz die 13 Filme der ZWEITEN HEIMAT liebevoll digital restauriert. Das Ergebnis ist berauschend schön, weil wir die neuen digitalen Mittel nutzen konnten, Wirkungen zu realisieren, die vor 30 Jahren noch Utopie waren. So konnten z. B. die Übergänge von Farbe und Schwarzweiß endlich so gestaltet werden, wie sie damals gemeint, aber technisch noch unmöglich waren. Auch die Bildqualität selbst wirkt jetzt erst so überwältigend, wie meine wunderbaren Kamerakünstler Gernot Roll, Gerard Vandenberg und Christian sie in den Originalnegativen verwirklicht haben. Sogar die Tonspur haben wir in Stereo-Surround-Technik neu gemastert. Alles in allem bedeutet, dass die Zweite Heimat als ein in jeder Hinsicht moderner Film erscheint. Auch wegen seiner brisanten Inhalte wie Frauen-Emanzipation, Friedenspolitik, Jugend-und-Gesellschaft, Familie, Konkurrenzgesellschaft und nicht zuletzt die 1960er Jahre und das Bild der Künste in einer Welt ohne Ideale.

Edgar Reitz bei Filmrestaurierungsarbeiten. Der Prozess wird von ihm schön in dem Video, aus dem dieses Bild stammt, erklärt. Es kann auf der Seite der Reitz Medien angesehen werden.